Sonntag, 21. März 2010

Sozialdemokraten setzen Negativserie fort:
SPÖ verliert auch in steirischen Kommunen

  • Gemeinderatswahl: 5,6 Prozent weniger als 2005
  • Gewinne für die ÖVP - FPÖ hinter den Erwartungen
    LH Voves sieht Schuld auch bei der Bundespartei

Die steirischen Gemeinderatswahlen haben eine herbe Niederlage für die SPÖ und Gewinne für die ÖVP gebracht. Landeshauptmann Franz Voves machte dafür auch bundespolitische Gründe, etwa die Debatte um Verteilungsgerechtigkeit, verantwortlich. Die ÖVP sieht einen Aufschwung für die Landtagswahl im Herbst, bei der man "entschlossener Herausforderer" sei. KPÖ und FPÖ konnten leicht zulegen, wobei die Freiheitlichen hinter den Erwartungen zurück blieben. Leicht verloren haben die Grünen, das BZÖ zog in überschaubarem Ausmaß in einige Gemeindestuben ein.

Die Sozialdemokraten fuhren (laut dem vorläufigen Endergebnis) ein Minus von 5,6 Prozentpunkten ein und sind von Schlagweite zur ÖVP (127 Stimmen 2005) auf 37,73 Prozent zurückgefallen - 54.312 Stimmen bzw. fast neun Prozentpunkte trennen nun die Parteien. Besonders die traditionellen Hochburgen im Mur- und Mürztal wie Kapfenberg und Bruck/Mur bröckelten, wobei aber die Absoluten noch gehalten werden konnten. Aber auch in anderen Industrie- und in den Grazer Umgebungsgemeinden gab es Verluste. In Summe verloren die Sozialdemokraten 366 Mandate und kommen nun auf insgesamt 2.574 Gemeinderatssitze.

Voves sieht auch Schuld beim Bund
Eine bundespolitische Tendenz, die der SPÖ zum Nachteil gereicht habe, sei die Frage der Verteilungsgerechtigkeit, "bei der man im Bund zu spät in die Richtung geht, die ich schon vor einem Jahr wollte", sagte Voves. Gerade in den Industriestädten der Obersteiermark hätten sich auch die hohe Arbeitslosigkeit und die "Ausländerthematik" ausgewirkt. Nun heiße es, einen "eindeutigen Kurs zu fahren" bis zur Landtagswahl im Herbst. Für diese sei er, Voves, "noch voller Zuversicht".

Die ÖVP verbesserte sich hingegen um 3,36 Prozentpunkte auf 46,72 Prozent und konnte etwa in der südsteirischen Bezirksstadt Bad Radkersburg von einer Liste den Bürgermeister zurückerobern. Sie hält nun bei 4.081 Mandaten, 263 Mandate mehr als zuvor. Für Landesobmann Hermann Schützenhöfer war es ein "schöner Tag", der auch auf bundespolitischen Rückenwind zurückzuführen sei. Auch wenn man den Tag nicht vor den Abend loben solle und Gemeinderatswahlen anderen Gesetzmäßigkeiten folgten, spüre er, "dass etwas im Gang ist im Land". Er sehe die ÖVP für den Herbst zwar nach wie vor als Herausforderer, allerdings als "entschlossenen Herausforderer".

FPÖ hinter den Erwartungen
Hinter den Erwartungen blieb die FPÖ zurück, der lediglich bescheidene Zugewinne gelangen gegenüber 2005, als man am Vorabend der BZÖ-Abspaltung schon ein schlechtes Ergebnis eingefahren hatte. 6,52 (nach 5,84) Prozent der Stimmen, 354 Mandate, 51 mehr als zuvor, brachten ihnen die Gemeindewahlen. Der prognostizierte Wiedereinzug ins Landesparlament und gar in die Landesregierung erscheint in diesem Licht nicht als "g'mahte Wies'n". Landeschef Gerhard Kurzmann hält dennoch fest am Herbst-Ziel "Zehn Prozent plus x".

Fast verdoppeln konnte die KPÖ, die nur in wenigen Kommunen antrat, ihre Mandatszahl: Mit 1,13 (nach 0,67) Prozent und mit 28 Mandaten sah man sich als den "kleinen Sieger". Leicht verloren haben die Grünen, die von 2,32 Prozent auf 2,08 Prozent zurückgefallen sind, 83 Mandate halten konnten und elf hergeben mussten. Landesprecher Werner Kogler hätte gerne ein anderes Ergebnis erlebt, sieht aber noch kein Präjudiz für den Herbst. Das erstmals angetretene BZÖ kam auf 0,57 Prozent, zog mit 13 Mandaten in überschaubarer Breite in den Gemeinderäte ein, für Landeschef Gerald Grosz dennoch "ein Puzzlestein in der Aufbauarbeit". 5,25 Prozent der Stimmen und 374 Mandate gingen an sonstige Listen.

(apa/red)

21.3.2010 20:19
BadLieutenant, 22. 03. '10 01:30
Das Grundübel der SPÖ ...
... ist und bleibt dooch die Tatsache, dass 99% ihrer potentiellen Wähler und 100% ihrer Funktionäre bis heute den Unterschied zwischen "sozial" und "sozialistisch" nicht verstanden haben.
Vasant, 21. 03. '10 21:55
Faymann ist das größte Übel der SPÖ!
Es ist unglaublich, dass die SPÖ auf so einen "Politiker"
setzt und die Wähler sprichwörtlich verarschen lässt!!!!

Wenn man dem Volk vormacht, dass ein Versager mit
20.000 Euro pro Monat nachhause geht und für keine
Fehler und Misserfolge Konsequenzen zu tragen hat,
dann ist das eine Sauerei die mit Politik nichts mehr
zu tun hat.

Die SPÖ ist keine soziale Partei mehr, sondern einfach
eine Partei die durch Freundlwirtschaft ihre Versager
reich macht und die das Volk und deren Bedürfnisse
total ignoriert! Ausgrenzungs- und Versagerpolitik!


Meine Meinung!
interzona, 22. 03. '10 00:07
Re: Faymann ist das größte Übel der SPÖ!
Die SPOE ist keine soziale Partei, aber allemal sozialer als die Neonazis der FPOE!!!!
smonti, 21. 03. '10 21:45
Wo....
...klemmt es bei der SPÖ?
Schnell gesagt,sie haben keine Linie mehr.
Was will man mit solche Blindgänger in der SPÖ Zentrale gewinnen.Angefangen vom Kanzler ,der ein Rückgrad hat wie ein Gummibaum,die anderen sind eh nur Mitläufer.
So mancher Altsozialist ,dreht sich im Grabe mit 1000 Touren,wenn man sieht was die da oben aufführen.
Faymann ist ein Schwächling der die Meinung ändert wie sich der Wind dreht.So wird nix mit der nächsten Wahl.
founder, 21. 03. '10 20:55
Kommentar vom Faymann am Montag
Die SPÖ ist auf die Siegerstraße zurück gekehrt,
die deutlich geringeren Verluste in Vergleich zu anderen Wahlen zeigen die Rückkehr des Erfolgs.

Wir werden in den nächsten Wahlen weniger als 5% Minderung haben und bald wieder im Plus sein.
Vasant, 21. 03. '10 21:57
Re: Kommentar vom Faymann am Montag
Bei solchen Aussagen vom Faymann muss ich lachen ...
wie kann ein Versager denn einen Sieg erkennen???????

Der checkt ja nicht mal, dass ihn in Österreich keiner
mehr ernst nimmt;) Toll, dass solche Leute mit 20.000
Euro im Monat für deren Leistung bezahlt werden. Bei
uns im Land sieht man dadurch eindeutig, dass Leistung
mit Bezahlung nichts mehr zu tun hat!
sidestep, 21. 03. '10 18:36
Nur ein Satz
Sägt den Faymann ab sonst werdet ihr euch in Niederungen finden, die ihr nicht für möglich gehalten habt.
sporty40, 21. 03. '10 18:56
Re: Nur ein Satz
es tut meinen Herzen gut das ich sehe das die Lügner Patei nr.1 schon wieder verliert die zweite Partei leider immer noch nicht

Wann lernen den die Leute und verpassen den gross Parteien mal einen Denkzettel
Marc99, 21. 03. '10 16:08
Nichteinmal der Voves-Populismus hat der SPÖ geholfen
Um Mißverständnissen vorzubeugen - den Vorschlag Landtagsabgeordnete und Bezirkshaupmannschaften zu reduzieren halte ich für ausgezeichnet. Franz Voves hätte dafür auch schon einige Jahre Zeit gehabt um glaubwürdig zu erscheinen. Zwei Tage vor der Wahl kann diese Idee allerdings wirklich nicht gut rüberkommen. Schön langsam wird der Wähler munter!!
derberg, 21. 03. '10 18:00
Re: Nichteinmal der Voves-Populismus hat der SPÖ geholfen
mah - wie der voves beim interview genau wie die spitzen der spö vorige woche gesagt hat- dass es keine trendwahl ist- da kommts mir rauf
fast alle spitzenkanditaten der spögemeinden haben in den bundesländern verloren- nach den aussagen ihrer spitzenfunktionäre wären sie alle unfähig zu gewinnen-
es ist ja "kein" bundestrend- sagen die
wo doch jeder weis, dass mit diesen obersten spö politikern- vom kanzler abwäts -sicher nix mehr zu gewinnen sein wird-
der fischer hats leicht- der hat keinen ernst zu nehmenden gegner- da wird die spö spitze wieder lachen-schulter klopfen und sagen- wie gut sie nicht sind..........