Kassiert die SPÖ die nächste Wahlpleite?
Steirische Gemeinden wählen Gemeinderäte
- Stimmungsbarometer für die Landtagswahl im Herbst
- 5,31 Prozent haben bereits ihre Stimme abgegeben
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"nüchtern analysieren"

Kassiert die SPÖ die nächste Wahlpleite? Nach den Verlusten letzte Woche in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg entscheiden nun auch die Steirer über ihre Gemeinderäte. Insgesamt 793.469 Wahlberechtigte stimmen heute (2005: 779.895) in 540 Gemeinden ab. Dieser Urnengang gilt als Stimmungsbarometer für die Landtagswahl im Herbst, wo die SPÖ mit Landeshauptmann Franz Voves hofft, den ersten Platz zu verteidigen.
Vor fünf Jahren konnte die SPÖ bei den steirischen Gemeinderatswahlen mit 43,33 Prozent stimmenmäßig zur ÖVP mit 43,46 Prozent aufschließen, an Mandaten blieb klar die Volkspartei vorne. Wahlverlierer waren die Freiheitlichen, die sich auf 5,98 Prozent halbierten. Die Grünen legten leicht auf 2,32 Prozent zu, die KPÖ kam auf 0,67 Prozent, Bürger- und Namenslisten eroberten 4,34 Prozent.
Bei der heurigen Wahl treten ÖVP und SPÖ fast überall an, die Volkspartei ist - mit einer einzigen Ausnahme - flächendeckend vertreten. Die FPÖ, die seit dem letzten Urnengang die Abspaltung des BZÖ und den verpassten Wiedereinzug in den Landtag verdauen mussten, kandidiert in etwas mehr als der Hälfte der Kommunen. Auch Grüne und Kommunisten haben ihr Listen-Netz ausgedehnt.
5,31 Prozent der Wahlberechtigten haben am Freitag den 12. März, bereits die Möglichkeit der vorgezogenen Stimmabgabe genutzt. Erstmals ist bei Gemeinderatswahlen auch die Briefwahl möglich. In zwei Städten wird heute nicht gewählt: In Trieben gab es im Herbst 2009 vorgezogene Wahlen und die Landeshauptstadt Graz wählt traditionell zu einem anderen Termin.
(apa/red)
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