Steiermark schreitet am Sonntag zur Urne: Voves ist für Gemeinderatswahl optimistisch
- Landeshauptmann hofft auf schwache FPÖ-Ergebnis
- Niessl plädiert abermals für Vermögensbesteuerung

·Voves optimistisch für Gemeinderatswahl
Steiermark schreitet am Sonntag zur Wahlurne
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SPÖ will Wahlschlappen
"nüchtern analysieren"
·ÖVP dominiert bei Gemeinderatswahlen
SPÖ-Niederlagenserie in NÖ, Vorarlberg und Tirol
·KOMMENTAR: Die SPÖ in der Abwärtsspirale
Die Konsequenzen aus drei verlorenen Wahlen
Trotz der Verluste für die SPÖ bei den gestrigen Urnengängen in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg ist der steirische Landeshauptmann Franz Voves (S) "durchaus optimistisch" für die in seinem Land anstehenden Wahlen. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (S) - der Ende Mai Landtagswahlen zu schlagen hat - sah einmal mehr das Heil für die SPÖ in der Vermögensbesteuerung.
Die Ausgangssituationen seien völlig verschiedene, keine Wahl sei so stark personenbezogen wie die Gemeinderatswahl, konstatierte der SPÖ-Landesparteichef Voves nach der Sitzung der steirischen Landesregierung im ORF-"Mittagsjournal". Zu hoffen sei, dass sich das Zurückbleiben der FPÖ hinter den Vorhersagen auch am kommenden Sonntag in der Steiermark fortsetzen werde. Für die SPÖ gehe es nach dem historisch besten Ergebnis von 2005 darum, ihre Hochburgen und Bürgermeister zu erhalten: "Ich bin im Saldo durchaus optimistisch".
Für die ÖVP meinte Landesobmann LHStv. Hermann Schützenhöfer, ohne voreilig Schlüsse ziehen zu wollen könne man die Stimmung als "sehr gut" bezeichnen. Mit zwei Drittel der Bürgermeister sei die Volkspartei in der Steiermark die Bürgermeister-Partei und erhoffe sich nach den Gemeinderatswahlen vom vergangenen Sonntag eine Fortsetzung am kommenden Sonntag.
Diesmal keine Kritik an Faymann
Der burgenländische SPÖ-Chef Niessl ist überzeugt, dass die Wahlverlustserie der SPÖ ein Ende hätte, wenn die Bundespartei sich in Sachen Vermögensbesteuerung durchsetzt: Wenn die SPÖ in der Verteilungsdebatte ihre Position durchsetzen kann und die Menschen das Gefühl hätten, dass "nicht wieder der kleine Einkommensbezieher" für die Krisenfolgen bezahlen muss, könnte seine Partei bei Wahlen wieder punkten.
Kritik an Bundeskanzler Werner Faymann kam - trotz der beständigen Wahlverluste - nicht. Der oberösterreichische SPÖ-Chef Josef Ackerl zeigte sich im Ö1-"Mittagsjournal" durchaus zufrieden mit seinem Bundesparteichef, er sei in letzter Zeit "kantig" aufgetreten. Ackerl sieht für die SPÖ ein Mobilisierungsproblem, aber keines bei den Inhalten der Politik. (apa/red)
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