Gebrüder Scheuch vom Heer bevorzugt?
Politbrüder erhielten exklusive Unwetterhilfe
- Wälder der Scheuchs von Sturm "Paula" beschädigt
- Zwei Heeres-Helikopter transportierten Holz ins Tal

·Fliesenleger-Gehalt für Gerhard Dörfler?
Grüne wollen gerechten Lohn für den Landeschef
·Fröhliche Politiker,
aber schlechtes Image
Das Ansehen Kärntens hat den Tiefpunkt erreicht
Nachwehen des Sturmtiefs "Paula" machen nun den Polit-Brüdern Scheuch zu schaffen. Laut einem Zeitungsbericht sollen die Brüder bei der Aufarbeitung des Schadholzes vom Bundesheer bevorzugt behandelt worden sein. Tonnenweise hätten Hubschrauber das Holz aus schwer zugänglichen Gebieten ins Tal geflogen, während andere Sturmopfer vergeblich auf Hilfe gewartet hätten, wird berichtet. Uwe Scheuch, Landeshauptmannstellvertreter und Kärntner FPK-Chef, bezeichnete den Bericht in einer Aussendung umgehend als "glatte Lüge".
Zur Beseitigung von Sturmschäden nach dem Unwettertief "Paula" war das Bundesheer in Oberkärnten von Ende Jänner bis Anfang März 2008 im Einsatz. Der Abtransport von Schadholz aus den Wäldern der Brüder Scheuch sei mittels zweier Hubschrauber erfolgt, berichtet die "Kronen Zeitung". Ohne die Hilfe der Helikopter wäre, so heißt es weiter, das Holz nie aus dem Wald zu bringen und damit wertlos gewesen.
"Lückenlose Aufklärung" gefordert
Jetzt wollen die Grünen im Parlament Aufklärung von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S). "Die Causa muss restlos aufklärt werden, insbesondere stellt sich die Frage, ob das Bundesheer für private Zwecke missbraucht worden ist und wie hoch die Kosten waren", fordert der Kärntner Grünen-Chef Rolf Holub. Auch die Kärntner SPÖ sowie das BZÖ Kärnten verlangten "lückenlose Aufklärung".
Scheuch wies die Vorwürfe kategorisch zurück: "Nicht eine Minute hat ein einziger Soldat bei uns gearbeitet." Dies seien "keine bloßen Unwahrheiten", welche die "Krone" verbreite, "sondern glatte Lügen". Der Abtransport der umgestürzten Bäume und die Verwertung des Holzes sei "ganz normal mit heimischen Firmen und Nachbarschaftshilfe" bewerkstelligt worden, erklärte Scheuch und kündigte Klagen an.
Alles Blödsinn?
Der Bezirkshauptmann von Spittal/Drau, Klaus Brandner, hat gegenüber der APA die Vorwürfe gegen Uwe und Kurt Scheuch im Zusammenhang mit dem Katastropheneinsatz des Bundesheeres im Mölltal als "Blödsinn" bezeichnet. Die Helikopter des Heeres seien nur zum Beseitigen von Gefahrenquellen in diversen Gräben eingesetzt worden, und dies sei nicht in den Wäldern der Brüder Scheuch geschehen. Ein Sprecher von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) bestätigte diese Informationen. (apa/red)
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