Minister-Reisen sind teure Angelegenheit: 2,16 Mio. für nur 310 Auslandsaufenthalte
- Verteidigungsministerium: Höchste Reisekosten 2009
- Ressort-Reisen kosteten nochmal 7,37 Mio. extra

·Faymanns Devise: Klotzen statt kleckern
Kanzler-Rede kostete schlappe 120.000 Euro
·Bundesregierung hat die Spendierhosen an
Spätsommer: 4,3 Mio. für Inserate ausgegeben
Die Auslandsreisen unserer Regierungsmitglieder sind kein günstiger Spaß. 2,16 Mio. Euro wurden allein in 2009 für die 310 offiziellen Auslandsreisen der Minister aufgewendet. Das sind durchschnittlich knappe 7.000 Euro pro Auslandsaufenthalt. Die Reisen der Ressort-Bediensteten toppten den Minister-Betrag sogar noch: 7,37 Mio. Euro kosteten die dienstlichen Flugreisen. Spitzenreiter bei den reisenden Politikern ist klarerweise Außenminister Spindelegger.
Wohl keine Überraschung ist, dass Außenminister Spindelegger die meiste Zeit im Ausland verbracht hat. 557.763 Euro fielen für ihn und seine Mitreisenden bei 51 Gelegenheiten an. Ihm folgen Vizekanzler und Finanzminister Pröll und seine zwei Staatssekretäre, die in Sachen Wirtschafts- und Finanzkrise oft die heimische Grenze überschreiten mussten: Rund 394.500 Euro fielen bei 41 Auslandsaufenthalten an. Erst dann kommt Bundeskanzler Faymann. Das Kanzleramt reiste 29 Mal und zahlte dafür rund 257.000 Euro.
Zu hause ist´s am schönsten
Am liebsten daheim blieb von allen Regierungsmitgliedern Sozialminister Hundstorfer. Lediglich rund 19.000 fielen für gerade einmal sieben Auslandsreisen 2009 an. Ebenso oft zog es übrigens Verkehrsministerin Bures in die Ferne, allerdings gab sie mit knapp 42.600 mehr als das Doppelte dafür aus, auch bei den Flügen.
Verteidigungsministerium als teuerstes Ressort
Die höchsten Gesamtkosten bei Flugreisen - also inklusive jener für Mitarbeiter des Ressorts - verzeichnet das Verteidigungsministerium von Norbert Darabos mit 1,09 Mio. Euro. Erst dann folgen das Außenministerium (1,04 Mio.) und das Finanzministerium (1,01 Mio.).
Kritik von BZÖ
Die Auflistung ist das Ergebnis einer BZÖ-Recherche. BZÖ-Rechnungshofsprecher Grosz, der die Anfragen gestellt hat, erzürnte das Ergebnis. Internationale Kontakte seien zwar wichtig und wesentlich, im Zeitalter der modernen Kommunikation sei aber auch hier Sparsamkeit angebracht, so Grosz.
(apa/red)
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