Donnerstag, 18. März 2010

Zweite Instanz lässt die Zogajs abblitzen:
Krankheit der Mutter im Kosovo behandelbar

  • profil: Integration zählt für den Asylgerichtshof nicht
  • Verfassungsgerichtshof letzte Chance für die Zogajs

Wie "profil online" exklusiv berichtet, ließ der Asylgerichtshof die Familie Zogaj im Asylverfahren in zweiter Instanz abblitzen. Gestern gingen vier negative Bescheide zur Post. Tenor: Arigona, ihre Mutter und ihre jüngeren Geschwister erhalten kein Asyl in Österreich. Vier Monate hatten sich die Richter für ihre Entscheidung Zeit gelassen. Die Richter argumentierten, die psychische Erkrankung der Mutter sei im Kosovo behandelbar. Dass sich die Familie in Österreich bestens integriert habe, zähle nicht. Es sei erst zu einer Zeit passiert, als bekannt gewesen sei, dass sie nicht bleiben dürfe.

Vergangenen November hatte Rechtsanwalt Helmut Blum gegen den Bescheid der ersten Instanz Beschwerde eingelegt. Gutachter warnten damals, Nurije Zogaj könnte sich und ihren Kindern etwas antun, sollte sie abgeschoben werden. Die Asylrichter befanden jedoch - entgegen Berichten von Experten -, die psychiatrische Versorgung im Kosovo sei völlig ausreichend. Jetzt kann der Familie aus dem oberösterreichischen Frankenburg nur noch der Verfassungsgerichtshof helfen: Wenn die Höchstrichter einer Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkennen, erhalten die Zogajs noch einmal eine Atempause, bis ihre Beschwerde inhaltlich geprüft ist.

Mehr Details finden Sie auf www.profil.at

18.3.2010 15:02
Ich1970, 19. 03. '10 09:07
Ab nach Hause!
Ihr könnt nach Hause fahrn, ihr könnt nach Hause fahren.... je schneller umso besser!
wong, 18. 03. '10 16:10
schande
damit wird unrecht und unmenschlichkeit vollzogen, damit wird dem mob in die hände gearbeitet und auftrieb gegeben,der die abschiebung per viehtransport gefordert hatte, es ist ein trauriger tag für österreich, für jeden,der dieses land liebt - eine schande!
witthans, 18. 03. '10 17:01
Re: schande...sind Sie und die Zogaj
...diese Familie hat die österreichische Rechtsordnung lange genug zum Narren gehalten und mitFüssen getreten. Wer sich so verhält muss damit rechnen, dass die menschliche Komponente auf der Strecke bleibt. Durch ihr Verhalten haben die Zogaj`s das selbst erwirkt. Würde Österreich hier nachgeben, würden sehr viele die gleiche Masche anwenden. Eben, weil wir dieses Land lieben, können und wollen wir diesen Asylmissbrauch nicht hinnehmen. Sie sind womöglich einer der "Gutmenschen", die sich keinerlei Gedanken darüber machen wer den Missbrauch finanziert. Die Österreicher haben die Nase davon voll, es müssen endlich Taten folgen.
Michl1200, 18. 03. '10 18:07
Re: schande
In Ordnung @wong,jeder hat seine persönliche Meinung.Aber eine Familie die den österreichischen Staat erpreßt und sich von unseren Steuern sich ein schönes Leben macht,ist hier fehl am Platz.Wir Österreicher haben nichts dagegen wenn jemand kommt und um Hilfe ansucht weil er verfolgt oden mit dem Leben betroht wird,da bekommt er sofort Hilfe und das wird Ihnen jeder Österreicher bestädigen,aber so nicht.
Nadin1765, 19. 03. '10 09:15
Re: schande
Ich kann mich meinen beiden vorschreibern nur anschliessen, wenn jemand einen staat ausnützt dann muss der staat handeln und zwar zugunsten seines Volkes. Integration heißt bei mir auch die Sprache zu beherrschen und einer Arbeit nachzugehen. Soviel ich weiss, kann Frau Zogaj senior weder das eine noch das andere vorweisen. Denn auch die Kirche hat sich in dieser Causa wieder einmal zu weit aus den Fenster gelehnt, es gibt wesentlich ärmere Menschen, welche unsere Hilfe wirklich dringend brauchen würden und diese leben bereits als österreichische Staatsbürger unter uns. Aber bei unseren Gutnmenschen sind ja nur die Zuwanderer arm nicht die gebürtigen Österreicher. Ich finde es gut, dass diese Causa endlich ein Ende findet.
bachter, 19. 03. '10 10:35
Re: schande
Die Verantwortungslosigkeit liegt vor allen beim Rechtsanwalt und Leuten wie Sie, die glauben die bestehenden Gesetze nicht einhalten zu müssen. Die Familie Zogay hat doch längst einen negativen Bescheid bekommen den sie einfach akzeptieren muss. Dass dies jetzt nach Jahren als Härte empfunden wird
ist verständlich, aber das Hinauszögern ist der eigentliche Skandal - aber hinausgezögert hat die Familie Zogay
wong, 19. 03. '10 15:41
Re: schande
es gibt etwas, was größer ist als jedes gesetz und was über jedem gesetz steht: christliche nächstenliebe - wenn eine gesellschaft mehrheitlich diese nicht wahrnimmt, nicht einmal im ansatz ist bereit zu leben, dann hat sie sich schon selbst aufgegeben - genau das sieht man im fall dieser jungen dame aus dem kosovo und ihrer familie - ich hoffe, dass der zivile ungehorsam dennoch größer ist!