Mittwoch, 10. März 2010

"Die SPÖ ist nicht tot, aber schwer krank":
Ex-Mandatar Broukal rechnet mit Partei ab

  • Neues Buch analysiert den Zustand der Kanzlerpartei
  • Ehemaliger Nationalrat vermisst klare Positionen

Als Abrechnung mit der Politik und der SPÖ will er das Buch in keiner Weise verstanden wissen, aber der Befund des Medien- und Politik-Profis Josef Broukal über die Partei, für die er sechs Jahre lang Abgeordneter war, fällt hart aus: „Ich wüsste nicht, wofür die SPÖ im Augenblick steht,“ sagt er im NEWS- Interview zu seinem nächste Woche erscheinenden Buch „Nachrichten vom Ableben der SPÖ sind stark übertrieben!“ Darin analysiert er mit 15 MitautorInnen den Zustand der SPÖ. Sein Resümee: „Nein, tot ist die SPÖ nicht. Sie ist schwer krank.“

Broukal vermisst klare Positionen, richtungweisende Visionen, aber auch personelle Strahlkraft. Bei Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann hoffe er noch auf intellektuelle Faszination oder bodenständige Volkstümlichkeit: „Wenigstens eines von beiden sollte da sein.“ Er wisse, sein Urteil sei hart, „aber für die nicht-harten Urteile ist der SPÖ-Pressedienst zuständig.“ Generalbefund über das SPÖ-Regierungspaket: „Hundsdorfer macht einen guten Job. Aber wo sind die Initiativen in anderen Feldern?“

Das ausführliche Interview mit Josef Broukal lesen Sie im aktuellen NEWS 10/10!

10.3.2010 12:25
Viennese, 12. 03. '10 18:46
Broukal ein Sozi?
Broukal ist doch das beste Beispiel für die dubiosen Machenschaften innerhalb der SPÖ. Dieser Mann hatte beim ORF einen Superjob, bekomen durch die SPÖ. Dann ist er Abgeordneter geworden. Aufgefallen ist er einzig mit seinen blöden Reden gegen alle Nichtsozi. Denn diese sind alles Nazi.Dann hatte die Parteiführung endlich gebug vom übertriebenen Selbstbewußtsein des Hr. Broukal. Faktisch wurde er rausgeschmissen. Nun kommt er mit den großen Ideen um die Partei von innen zu erneuern. Dazu müßte er alle Parteimitglieder die genau so gehandelt habne wie er, zum kollektiven Selbstmord auffordern. Vielleicht würde dann die SPÖ wider das werden, was sie eimal war: Nämlich eine Sozialdemokratische Partei. Ohne Häupl, Feymann usw
waldgaenger, 11. 03. '10 14:20
Zwangspensionist
Der radikalaggressive Broukal, wahrscheinlich auch enttäuscht dass weder Gusenbauer noch Faymann eine Verwendung für ihn hatten, meldet sich enttäuscht zu Wort
DeFacto, 10. 03. '10 15:20
... nur noch Quote
Wenn Frauen- und Freunderlquoten nahe 100% zu liegen kommen, dann ist Schluss mit Qualifikation und guter Leistung. - Wir, das Stimmvieh, hält ja einiges aus, aber was mit Dohnal begann und sich über Bures bis hin zu Hosek nun an unseren Kindern und Familien vergreift, dabei auch nicht von Feymann und Vorgängern gehindert wird, muß weg.
Schön wenn dieser rote Schmutz - mit grünen Rändern - den Bach runter geht. Dann kann es zwar kurz schwarze und düster Nacht werden, aber hinter allen Wolken ist blauer Himmel.
War-Lord, 10. 03. '10 15:12
Den Typ kenn ich doch von irgendwo...
Wer ist noch gleich mal Broukal?? Kann mich an den Typ eigentlich kaum noch erinnern... hat der Typ eigentlich jetzt auch schon nen Anspruch auf Politikerpenison für seine paar Arbeitstage im Nationalrat??
Hansaustirol, 10. 03. '10 14:23
Broukal und Thurnher
haben mit ihren parteiischen Berichterstattungen im "rotfunk" sehr viel zur Situation dieser Partei beigetragen. Broukal wurde abgesagelt und Thurnher wütet weiter im Sumpf um irgendwo zu Lasten andersdenkender ein paar Pluspunkte für die SPÖ herauszuholen.
Broukal macht jetzt einen auf Intelektuell, seine Zeit ist schon längst vorbei
brabus, 10. 03. '10 14:22
Parteien ...
... die sich nur mit sich selbst beschäftigen, wo die Anführer nur darauf abzielen für sich und ihre Kumpels/Genossen/Brüder (oder wie auch immer sie sich nennen) gutbezahlte Jobs fürs Nichtstun zu generieren, aber für den Wähler und Steuerzahler den sie vertreten nichts leisten ausser dessen Steuergeld zu verpulvern (und wenns eng wird die Steuerschraube wieder zu drehen) sind ohnehin dem Tod geweiht, denn lange wird sich das Stimmvieh das nicht mehr bieten lassen ...
SunshineState, 10. 03. '10 13:41
Die SPÖ hat ja mitlerweile
keine anderen Sorgen oder Ziele als GEGEN die FPÖ zu sein. Das ist das einzige Parteiprogramm, da bleibt halt für vernünftige Sachen keine Zeit mehr. Außerdem wären sie dazu eh nicht fähig.
grenzenlos24, 10. 03. '10 13:44
Re: Die SPÖ hat ja mittlerweile
naja wenns so wär hätten sie sich an das monothematisierende Auftreten der FPÖ angepasst das stimmt. Aber leider haben es soziale Parteien in Zeiten von Neoliberalismus und Wirtschaftsegoismus sowieso in ganz Europa ned leicht.