"Die SPÖ ist nicht tot, aber schwer krank":
Ex-Mandatar Broukal rechnet mit Partei ab
- Neues Buch analysiert den Zustand der Kanzlerpartei
- Ehemaliger Nationalrat vermisst klare Positionen

Als Abrechnung mit der Politik und der SPÖ will er das Buch in keiner Weise verstanden wissen, aber der Befund des Medien- und Politik-Profis Josef Broukal über die Partei, für die er sechs Jahre lang Abgeordneter war, fällt hart aus: Ich wüsste nicht, wofür die SPÖ im Augenblick steht, sagt er im NEWS- Interview zu seinem nächste Woche erscheinenden Buch Nachrichten vom Ableben der SPÖ sind stark übertrieben! Darin analysiert er mit 15 MitautorInnen den Zustand der SPÖ. Sein Resümee: Nein, tot ist die SPÖ nicht. Sie ist schwer krank.
Broukal vermisst klare Positionen, richtungweisende Visionen, aber auch personelle Strahlkraft. Bei Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann hoffe er noch auf intellektuelle Faszination oder bodenständige Volkstümlichkeit: Wenigstens eines von beiden sollte da sein. Er wisse, sein Urteil sei hart, aber für die nicht-harten Urteile ist der SPÖ-Pressedienst zuständig. Generalbefund über das SPÖ-Regierungspaket: Hundsdorfer macht einen guten Job. Aber wo sind die Initiativen in anderen Feldern?
Das ausführliche Interview mit Josef Broukal lesen Sie im aktuellen NEWS 10/10!
