Montag, 15. März 2010

Die bequemen und faulen Kinder der 80er:
Schlechtes Arbeitszeugnis für Generation Y

  • US-Studie: Zwanziger verlangen viel für wenig Arbeit
  • Vorgängergeneration X zu mehr harter Arbeit bereit

Harte Arbeit? Nichts für mich. Ein gemütlicher Job mit anständigem Gehalt und hohem Prestige? Schon besser. Viel Urlaub und noch mehr Freizeit? Wo darf ich unterschreiben? Wer sich mit diesen Zeilen identifizieren kann, ist vielleicht Teil der Generation Y. Die hält nämlich laut einer neuen amerikanischen Studie vom Arbeiten, Überstunden und Karrieremachen herzlich wenig: Die Kinder der 80er Jahre sind vielmehr überzeugt, dass ihnen einfach alles zusteht.

Im Vergleich mit älteren Generationen messen Jahrgänge zwischen 1980 und 1990 ihrer Arbeit deutlich weniger Bedeutung bei. Vielmehr diene die Anstellung "nur zur Bezahlung von Rechnungen", wie eine im Wirtschaftsmagazin "Journal of Management" veröffentlichten Studie belegt. Was nicht bedeutet, dass sich die 80er-Jahrgänge mit jedem x-beliebigem Job zufrieden geben: Auf Status und Gehälter wird viel Wert gelegt - solange die Freizeit nicht zu kurz kommt.

Denn die heutigen Zwanziger organisieren ihr Leben, um eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Gesundheit zu erzielen. Den Verfassern der Studie zufolge will die Generation Y nämlich nicht nur "ihren Anteil am Kuchen, sondern ihn auch essen können."

Geboren im Internetzeitalter, sind die 80er-Jahrgänge, die immer alles hatten, was sie benötigen, überzeugt, dass sie auch in Hinkunft immer alles bekommen können, was sie wollen. Zudem erhebt die Generation Y Anspruch auf gute Jobs - auch wenn sie sich diese nicht erst mühselig erarbeiten will.

Arbeitsame Generation X
Damit heben sich die Kinder der 80er klar von den älteren Generationen ab, wie die Macher der Studie erläutern. Die in den 70ern geborene Generation X, zeichne sich im direkten Vergleich durch ihre Bereitschaft zu "harter Arbeit und hartem Spielen" aus. Aufgewachsen in den ökonomisch schwierigen 70ern und 80ern wurde die Generation X bereits in ihrer Jugend gestählt und zur Arbeitsamkeit gezwungen, was bei den nachfolgenden Jahrgängen kaum zu bemerken wäre.

Auch wenn die Ergebnisse der Befragung von 16.500 Angestellten durchaus ernstzunehmen sind, so ist der Gehalt der Studie doch zu relativieren. Denn die 80er-Jährgänge teilt sich die Generation Y immerhin mit der "Generation Praktikum". Und dass sich Jungakademiker häufig jahrelang durch unterbezahlte Praktika quälen müssen, bevor sie in den Genuss einer Anstellung kommen, lässt sich mit der Erkenntnissen der amerikanischen Studie nur bedingt vereinbaren.
(mei)

15.3.2010 15:37
War-Lord, 16. 03. '10 11:27
Mehr jugendliche Arbeitskräfte braucht das Land...
Bitteschön, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen... eine rumänische Staatsbürgerin die vor 2 Jahren mit ihrem rumänischen Mann und ihren 7 Kindern nach Österreich gekommen ist, arbeitet einige Stunden pro Woche in einem Imbiss-Stand als Küchenhilfe. Jene Frau hat mich nun gefragt, ob sie jetzt auch mehr Familienbeihilfe für ihre 7 in Rumänien geborenen minderjährigen Kinder bekommt, die hier schulpflichtig sind und hier die Schulbank drücken müssen... zumal sie jetzt hier in Österreich neuerlich von ihrem Mann schwanger geworden ist und in den nächsten Monaten ihr 8. Kind hier bei uns in Österreich gebären wird.
War-Lord, 15. 03. '10 19:28
Egal welche Generation... die Unternehmen wollen oder können nix mehr zahlen
Ich habe vermehrt den Eindruck das Arbeitsamt dient dazu um Bankanweisungen zu tätigen und den Unternehmern billige Arbeitskräfte zu verschaffen... Außerdem bin ich dafür dass die Arbeitslose bzw. Notstand auf max. 750 Euro pro Monat gesenkt wird...Das ist gerade genug um zu Überleben und zu viel um zu sterben... Und vielleicht würde dies bei dem einen oder anderen Arbeitsverweigerer ja doch auch mehr Bereitschaft zum Arbeiten hervorrufen. Aber wie gesagt, das AMS an und für sich finde ich so wie es jetzt lauft nur Zahlungsstelle und Vermittlungsdienst für Leiharbeiterfirmen bzw. Niedriglohn-Unternehmen ....
War-Lord, 15. 03. '10 19:31
Situation unserer Jugendlichen...
ich frage mich auch warum man den Bundesheerdienst auf 6 Monate verkürzt hat...damit man dann noch schneller in die Arbeitslose kommt oder wieso?? Außerdem finde ich es verwunderlich dass fast 50% der 19jährigen nicht mehr tauglich sein sollen... was ist mit den früheren B-Tauglichen, die wenn sie zu fett waren oder zu blöd oder zu faul...ebenfalls Militärdienst mit dem Reinigungsbesen leisten mussten...
Gscheitel, 15. 03. '10 14:39
Bin 60er generation und
arbeitslos und schaue das ich das Sozialangebot des Staates bestens ausnutze und über die Runden komme. So richtig an der Titte der Wohlfahrt hängen. ( Ausspruch aus F.G. )
MyHomebound, 15. 03. '10 16:51
Re: Bin 50er generation und
Leider geht es der 80er Generation zu gut..voll in den Wohlstand (den auch ich zugegebener Massen nicht missen will, habe aber 40 Jahre ununterbrochen dafür gearbeitet und eingezahlt) geborden, darin aufgewachsen und gehätschelt durch antiautoritären "Mangelerscheinungen", hat diese Generation u. zum Großteil Eltern (und auch nachfolgende) den Bezug zur Realität vollk. verloren. Nach der Devise Der Staat MUSS für MICH da sein.. geht nun alles ohne Verantwortungsbewusstsein und vor allem den Unterschied zwischen DEIN und MEIN erkennend (erarbeitet), den Bach hinunter. Traurige Zukunft, wenn Eltern nicht lernen: Kinder haben RECHTE (bin voll dafür) aber AUCH PFLICHTEN zu haben(dem Alter entsprechend), sonst gibt es in Leben der Jugend nicht das Wichtigste:VERANTWORTUNG anderen gegenüber
nike1982, 15. 03. '10 11:50
gehöre der 80er generation an
ich gehe arbeiten um zu leben und warum sollte ich überstunden machen wenn es vom unternehmen keine gegenleistung gibt? die generation vor uns hat die überstunden (großteils) noch bezahlt bekommen. heute bekommst die teilweise nicht mal als zeitausgleich weil immer mehr all-in-verträge abgeschlossen werden. übrigens ich habe nicht alles bekommen was ich wollte, was ich gut finde. ich habe gelernt, dass man nicht alles haben kann, aber mit fleiß doch vieles erreich (haben) kann. in diesem sinne noch einen schönen tag :-)
keinauto, 15. 03. '10 11:12
80er Generation!
Ich gehöre zur 50er Generation, aber diese Einstellung
gefällt mir. Arbeitssam sind nämlich nur Esel, Ochsen und Kamele!
keinauto, 15. 03. '10 11:19
Re: 80er Generation!
Korrektur: Diese Einstellung ist zu hart!
Ich meinte - ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern ich arbeite um zu leben!!!!