Österreicher wiegen sich in Sicherheit:
Angst um den Job hat etwas nachgelassen
- 80 % der Befragten glaubt an sicheren Arbeitsplatz
- Salzburg, Tirol und Vorarlberg am optimistischsten

·Eine Generation
voller Faulenzer?
80er-Kinder laut Studie
bequem & selbstgerecht
·Arbeiter wiegen sich
wieder in Sicherheit
Angst um den Job hat
etwas nachgelassen
Die Angst der Österreicher um ihren Arbeitsplatz hat etwas nachgelassen. 80 Prozent halten ihren eigenen Job für sicher, vergangenen Sommer waren nur 75 Prozent so zuversichtlich. Optimistisch sind vor allem Jüngere, während sich bei älteren Arbeitnehmern die Stimmung sogar etwas verschlechtert hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra", das veröffentlicht wurde.
Am deutlichsten ist die Zuversicht bei den 15- bis 29-Jährigen gestiegen. Während bei einer vergleichbaren Umfrage im vergangenen Juli nur 67 Prozent dieser Altersgruppe ihren Job als "sehr" bzw. "ziemlich sicher" bezeichnet hatten, waren es in der aktuellen Erhebung 81 Prozent. Bei den Über-50-Jährigen hat der Anteil der Optimisten hingegen von 86 auf 81 Prozent abgenommen.
Im Österreich-Vergleich zeigt man sich in Salzburg, Tirol und Vorarlberg am zuversichtlichsten. Dort meinen nur 5 Prozent, dass ihr Job wackelt (minus 8 Prozentpunkte gegenüber Sommer 2009). In Wien machen sich die meisten Leute - 30 Prozent (plus 12 Prozentpunkte) - Sorgen um ihren Arbeitsplatz.
Steigender Optimismus
Der steigende Optimismus spiegelt sich auch in der Einschätzung der Arbeitsplatzsicherheit im Allgemeinen wider. Sie wurde im Juli des Vorjahres nur von 11 Prozent als "sehr hoch" bzw. "hoch" bezeichnet, im heurigen Jänner hingegen bereits von 15 Prozent. Der Anteil jener, die sie als "niedrig" einstufte, sank von 30 auf 21 Prozent.
Was die Entwicklung in den nächsten 12 Monaten anbelangt, befürchten 44 Prozent der Österreicher eine Verschlechterung der Arbeitsplatzsicherheit. Im Juli 2009 sahen mit 59 Prozent noch deutlich mehr Leute schwarz. 9 Prozent - und damit um drei Prozentpunkte mehr als im Sommer - glauben bereits wieder an eine Verbesserung.
"Spectra" hat im Jänner dieses Jahres insgesamt 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählte Personen ab 15 Jahren persönlich befragt und die Daten mit den Ergebnissen älterer Umfragen verglichen.
(apa/red)
