Die bequemen und faulen Kinder der 80er:
Schlechtes Arbeitszeugnis für Generation Y
- US-Studie: Zwanziger verlangen viel für wenig Arbeit
- Vorgängergeneration X zu mehr harter Arbeit bereit

·Eine Generation
voller Faulenzer?
80er-Kinder laut Studie
bequem & selbstgerecht
·Arbeiter wiegen sich
wieder in Sicherheit
Angst um den Job hat
etwas nachgelassen
Harte Arbeit? Nichts für mich. Ein gemütlicher Job mit anständigem Gehalt und hohem Prestige? Schon besser. Viel Urlaub und noch mehr Freizeit? Wo darf ich unterschreiben? Wer sich mit diesen Zeilen identifizieren kann, ist vielleicht Teil der Generation Y. Die hält nämlich laut einer neuen amerikanischen Studie vom Arbeiten, Überstunden und Karrieremachen herzlich wenig: Die Kinder der 80er Jahre sind vielmehr überzeugt, dass ihnen einfach alles zusteht.
Im Vergleich mit älteren Generationen messen Jahrgänge zwischen 1980 und 1990 ihrer Arbeit deutlich weniger Bedeutung bei. Vielmehr diene die Anstellung "nur zur Bezahlung von Rechnungen", wie eine im Wirtschaftsmagazin "Journal of Management" veröffentlichten Studie belegt. Was nicht bedeutet, dass sich die 80er-Jahrgänge mit jedem x-beliebigem Job zufrieden geben: Auf Status und Gehälter wird viel Wert gelegt - solange die Freizeit nicht zu kurz kommt.
Denn die heutigen Zwanziger organisieren ihr Leben, um eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Gesundheit zu erzielen. Den Verfassern der Studie zufolge will die Generation Y nämlich nicht nur "ihren Anteil am Kuchen, sondern ihn auch essen können."
Geboren im Internetzeitalter, sind die 80er-Jahrgänge, die immer alles hatten, was sie benötigen, überzeugt, dass sie auch in Hinkunft immer alles bekommen können, was sie wollen. Zudem erhebt die Generation Y Anspruch auf gute Jobs - auch wenn sie sich diese nicht erst mühselig erarbeiten will.
Arbeitsame Generation X
Damit heben sich die Kinder der 80er klar von den älteren Generationen ab, wie die Macher der Studie erläutern. Die in den 70ern geborene Generation X, zeichne sich im direkten Vergleich durch ihre Bereitschaft zu "harter Arbeit und hartem Spielen" aus. Aufgewachsen in den ökonomisch schwierigen 70ern und 80ern wurde die Generation X bereits in ihrer Jugend gestählt und zur Arbeitsamkeit gezwungen, was bei den nachfolgenden Jahrgängen kaum zu bemerken wäre.
Auch wenn die Ergebnisse der Befragung von 16.500 Angestellten durchaus ernstzunehmen sind, so ist der Gehalt der Studie doch zu relativieren. Denn die 80er-Jährgänge teilt sich die Generation Y immerhin mit der "Generation Praktikum". Und dass sich Jungakademiker häufig jahrelang durch unterbezahlte Praktika quälen müssen, bevor sie in den Genuss einer Anstellung kommen, lässt sich mit der Erkenntnissen der amerikanischen Studie nur bedingt vereinbaren.
(mei)
