Donnerstag, 11. März 2010

Trotz Verbesserung ein sattes Jahresminus:
AUA reduziert Jahresverlust auf 325,9 Mio.

  • Umsatz brach um ein Fünftel auf 1,96 Mrd. Euro ein
  • AUA-Spitze: "Die Maßnahmen beginnen zu greifen"

Die Austrian Airlines (AUA), seit September Konzerntochter der deutschen Lufthansa, hat 2009 ihr Jahresergebnis zwar deutlich verbessert, aber noch immer einen satten Verlust von 325,9 Mio. Euro (2008: -429,5 Mio. Euro) eingefahren. Der Umsatz brach um ein Fünftel auf 1,963 Mrd. Euro ein, das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich leicht auf -338,2 Mio. Euro (-334,4 Mio. Euro). Das teilte die AUA ad hoc mit.

"Das Ergebnis ist natürlich alles andere als befriedigend. Es verdeutlicht, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", kommentierten die Austrian-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik die Ergebniszahlen in der Aussendung. "Wir sehen, dass unsere Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnen haben zu greifen. Aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen unser Sanierungsprogramm in 2010 weiter konsequent umsetzen."

Im vorgelegten Ergebnis seien große nicht cash-wirksame Sondereffekte enthalten: Abwertungen von Flugzeugen in der Höhe von 78,8 Mio. Euro und eine Restrukturierungsvorsorge für den geplanten Personalabbau in der Höhe von 145,1 Mio. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) liegt bei minus 93,8 Mio. Euro (-35,2 Mio. Euro), wobei sich im zweiten Halbjahr eine Verbesserung abzeichnete: Mit -5,4 Mio. Euro lag das bereinigte EBIT im zweiten Halbjahr über dem Vorjahreswert (-13,0 Mio. Euro).

Für 2010 habe man sich das Ziel gesetzt, einen positiven Cash-flow zu erwirtschaften, heißt es seitens der AUA-Spitze, 2011 wolle man ein positives operatives Ergebnis erzielen.

(apa/red)

11.3.2010 11:34
brabus, 11. 03. '10 13:47
Jahresminus
Wie inkompetent muss ein Management sein, dass nicht einmal seine Kosten decken kann - und warum sind diese Leute noch in ihrem Job ? In Gewinnzeiten wird das Geld großzügig in Boni umgewandelt, die diesen Leuten nachgeschoben werden. Wo bleibt der Grundsatz der Reservenbildung für wirtschaftlich schlechtere Zeiten ?