Mittwoch, 10. März 2010

Einflussnahme beim rozess gegen Meinl?
Böhmdorfer soll Experten vermittelt haben

  • Ex-Justizminister ist in der Causa als Anwalt beteiligt
  • Gutachter Havranek stellte Honorar über 728.000 €

Im Verfahren gegen Julius Meinl soll es zu einer heiklen Einflussnahme gekommen sein, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Der frühere Justizminister Dieter Böhmdorfer, in der Causa als Rechtsanwalt und Privatbeteiligtenvertreter tätig, soll den Sachverständigen Thomas Havranek bei der Staatsanwaltschaft als Gutachter "vermittelt" haben. Eine entsprechende Behauptung Böhmdorfers, Havranek diesen Job verschafft zu haben, liegt laut NEWS auch den Justizbehörden vor.

Untersuchungen oder Anzeigen wegen der Behauptung Böhmdorfers und was dies für das Verfahren bedeutet, sind allerdings nicht bekannt. Havranek wurde inzwischen im Verfahren gegen Meinl wegen Befangenheit abgelöst und hat für seine Gutachtertätigkeit ein Honorar über rund 728.000 Euro gestellt.

Lesen Sie mehr dazu im aktuellen NEWS 10/01!

10.3.2010 15:35
sidestep, 10. 03. '10 18:39
Wer wundert sich noch - ich nicht mehr
Die österreichsiche Justiz ist korrupter als die von Aserbaidschan oder Tatschikistan oder Georgien oder Rumänien oder Bulgarien. Das muss man sich einmal vorstellen. Ein Ex-Justizminister interveniert wenn ich die alles richtig verstanden habe, bei der Staatsanwaltschaft, die ihm vorher unterstellt war, dass sie in einem bestimmten Fall, in den dieser Ex-Justizminister noch dazu wahrscheinlich in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt involviert ist, für das Verfahren einen bestimmten, wahrscheinlich wohlgesonnen Gutachter zu bestellen. Dieser erstellt ein Gutachten um, 728.000 (!).-Euro. Seit diese Richterin Justizministerin ist, geht es in diesem Ministerium so korrupt zu, dass man Angst haben muss, beim Überfahren einer roten Ampel lebenslänglich zu bekommen. Schlimmere geht nicht mehr.