Zum Krenreiben: Markus R. Leeb
über Straches Wirtschaftsflop
- Wirtschaftstreibende sorgten für Demontage der FPÖ
- Kommentar: Was ist Ihre MEINUNG zu dem Thema?
Die Wirtschaftskammerwahl hat mich diesmal wirklich überrascht. Nein, nicht die unangefochtene Mehrheit von 70,91 Prozent für den von Christoph Leitl angeführten Wirtschaftsbund. Da hätte mich alles andere eher erstaunt. Nein, was ich meine, ist der desaströse Absturz von H.-C. Straches FPÖ pro Mittelstand.
Diese Liste brachte den Mut auf, in Wien neben der etablierten FPÖ-Wirtschaftsorganisation RFW und dazu noch unter Patronanz des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf zu kandidieren. Die Emotionen zu Spitzenkandidatin Barbara Kappel reichten von Mitleid bis Bewunderung für diesen Mut. Das Wahlergebnis spricht eine deutliche Sprache: 939 Stimmen oder fairerweise nur auf Wien bezogen 2,73 Prozent. Was bleibt, ist ein Thema unter den Unternehmern: Strache hat in Wien keine tausend Stimmen bekommen, heißt es jetzt verkürzt in vielen Diskussionen. Eine derartige Demontage vor einer wichtigen Landtagswahl, nämlich der Wiener, ist Wahlstrategen unbegreiflich. Mag sein, dass tiefgehende persönliche Animositäten zwischen den Herren in der FPÖ und dem Wiener RFW dahinterstecken. Klar ist: Der Wähler goutiert das nicht. Und eine Wahlanfechtung, aus welchen Gründen immer, riecht nach schlechten Verlierern.
Markus R. Leeb
leeb.markus@news.at

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