Montag, 8. März 2010

Salzburg trifft auf Riesentöter Zagreb:
Anpfiff zu den beiden EBEL-Halbfinalserien

  • Salzburg nach Kraftakt gegen KAC wieder im Einsatz
  • Vienna Capitals im zweiten Halbfinale gegen Linz

Bereits zwei Tage nach der Eliminierung von Titelverteidiger KAC geht für Vizemeister Salzburg heute das Halbfinale los. Die Salzburger bekommen es dabei mit dem Überraschungsteam Zagreb zu tun, der Liganeuling hatte Mitfavorit Graz ausgeschaltet. In der zweiten "best-of-seven"-Serie um den Einzug ins Endspiel der Erste Bank Eishockey Liga treffen die ausgeruhten Vienna Capitals und Black Wings Linz aufeinander, die nach ihren 4:1-Viertelfinalerfolgen eine Woche durchschnaufen durften.

Im Gegensatz zum verlorenen Vorjahresfinale setzte sich Salzburg am Sonntag im Entscheidungsspiel gegen Rekordmeister KAC durch und jubelte nach dem 4:2-Heimerfolg über den fünften Halbfinaleinzug in Folge. "Wir haben alles mobilisiert. Wir haben uns die Erfolge aus dem Europacup in Erinnerung gerufen und mit diesem Geist gespielt", erklärte Trainer Pierre Page.

Salzburg klarer Favorit
Für Tormann Reinhard Divis ist die kurze Pause bis zum Duell mit Zagreb kein Problem. "Ich bin froh, dass es schon am Dienstag weitergeht, damit wir im Rhythmus bleiben", meinte Divis. Gegen Zagreb, das es nach dem Grunddurchgang als Achter gerade noch ins Play-off geschafft hatte, sind die Salzburger klarer Favorit. Aber die Kroaten haben schon gegen Grunddurchgangssieger Graz bewiesen, dass sie mit den Spitzenteams mehr als mithalten können. "Zagreb ist eine sehr gefährliche Mannschaft. Es wird eine ganz, ganz harte Serie", betonte Salzburg-Stürmer Thomas Koch. Den Kroaten gelang in bisher sechs Saisonduellen mit Salzburg allerdings erst ein Sieg.

Beim entthronten Meister tröstete man sich damit, den Ligakrösus zumindest voll gefordert zu haben. "Es war schon ein Erfolg, dass wir Salzburg über sieben Spiele gefordert haben. Das macht mich stolz auf die Mannschaft", bekräftigte KAC-Trainer Manny Viveiros nach dem Ausscheiden. Nach dem VSV (1:4 gegen Linz) musste mit den Klagenfurtern, die bereits im Grunddurchgang als Siebenter über weite Strecken enttäuscht hatten, auch der zweite Kärntner Club schon in der ersten Play-off-Runde die Segel streichen. Auch 2008 hatte es ein Halbfinale ohne Kärntner Clubs gegeben.

Linz liegt das Eis der Hauptstadt
Im zweiten Halbfinale gehen die Capitals als leichter Favorit ins Rennen. Die Linzer haben aber zwei der drei Auswärtsspiele in Wien gewonnen und rechnen sich auch im Play-off auf fremden Eis Chancen aus. Die ausgeglichene Saisonbilanz von 3:3 verspricht Spannung. "Sie sind sicher der Favorit, aber wir haben es drin, diese Serie zu gewinnen. Die Wiener spielen ein physisch hartes Spiel und sind sehr gefährlich. Wir müssen defensiv sehr gut stehen, denn mit ihren zwölf Ausländern werden sie jede Chance nützten", betonte Linz-Co-Trainer Rick Nasheim.

In Wien will man anders als in den vergangenen vier Jahren, als man nach dem Titelgewinn 2005 stets in der Vorschlussrunde den Kürzeren zog, endlich wieder ins Finale. Gegner Linz stuft Trainer Kevin Gaudet als ebenbürtig ein. "Gegen Linz waren unsere Spiele immer eng. Wir müssen hochkonzentriert ans Werk gehen, Geduld haben und unsere Chancen eiskalt verwerten", meinte der Capitals-Coach. Kapitän Benoit Gratton glaubt an den Finaleinzug. "Wir haben souverän das Semifinale erreicht und wenn wir auf dem Boden bleiben und konzentriert ans Werk gehen, dann können wir auch über Linz drüber kommen", so Gratton.

(apa/red)

8.3.2010 13:22