Nicht nur in Deutschland und Österreich:
Auch die Niederländer im Missbrauchssumpf
- 350 Hinweise innerhalb kurzer Zeit eingegangen
- Vorwürfe reichen teilweise bis in die 50er zurück
·'Die Kirche braucht nun Befreiungsschlag'
NEWS: Ordens-Oberer Fürnsinn zum Missbrauch
·Heller: Missbrauch
im Internat miterlebt
Statt Hilfe gab es nur
"jesuitische Selbstjustiz"
·Neue Misshandlungen
in katholischer Kirche
Erzabt bietet in Salzburg
5.000 Euro Schweigegeld

Nicht nur in Deutschland und Österreich, auch bei der katholischen Kirche in den Niederlanden sind innerhalb weniger Tage mehrere hundert Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Geistliche eingegangen. Seit Monatsbeginn hätten sich 350 mutmaßliche Opfer an die Organisation Hulp en Recht (Hilfe und Recht) gewandt, sagte ein Sprecher der katholischen Kirche in den Niederlanden, Pieter Kohnen, der Nachrichtenagentur AFP.
Die Vorwürfe reichten bis in die 50er, 60er und 70er Jahre zurück und beträfen vor allem Internate im ganzen Land. Die Organisation Hulp en Recht war Mitte der 90er Jahre von der Bischofskonferenz zur Unterstützung von Missbrauchsopfern gegründet worden.
Die katholische Kirche in den Niederlanden hatte eine umfassende Aufarbeitung der mutmaßlichen Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen angekündigt. Sie soll in vier bis sechs Wochen beginnen. Eine juristische Strafverfolgung ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft nicht mehr möglich, wenn die Verjährungsfrist von 20 Jahren bereits abgelaufen ist.
(apa/red)
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