Sonntag, 14. März 2010

Atom-Abrüstungsvertrag: Russland und
USA sind sich" im Großen und Ganzen" einig

  • Medwedew und Obama mit Fortschritten zufrieden
  • Letzte technische Details sollen noch geklärt werden

Der Text für einen neuen Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA steht "im Großen und Ganzen". Der russische Präsidentenberater Sergej Prikhodko sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Itar-Tass, März oder April seien ein "realistischer Termin" für eine Unterzeichnung eines neuen START-Abkommens. Es seien nur kleine technische Fragen und Unterschiede auszuhandeln.

Grundsätzliche Fragen gebe es nicht mehr zu klären. Der Vertrag solle in einem Drittland, möglicherweise Tschechien, unterzeichnet werden. Die USA hätten Prag ins Gespräch gebracht. Russland sei nicht dagegen, hieß es aus dem Kreml.

Konstruktive Gespräche
Der russische Präsident Medwedew und US-Präsident Obama seien in einem Telefongespräch übereingekommen, dass es jetzt möglich sei, Gespräche über ein konkretes Datum für die Unterschrift unter ein neues START-Abkommen abzuhalten. Beide hätten ihre Zufriedenheit über das hohe Maß an Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung des Vertragsentwurfes hervorgehoben, so Prikhodko.

Zahl der Sprengköpfe soll gesenkt werden
Der bisherige Vertrag über die Reduzierung strategischer Waffen START ist am 5. Dezember 2009 ausgelaufen. Am 6. Juli 2009 waren Medwedew und Obama übereingekommen, ein rechtlich bindendes, neues START-Abkommen in Kürze zu unterzeichnen. Die Zahl der strategischen Sprengköpfe soll jetzt auf 1500 bis 1675 gesenkt werden. Bisher lag das Maximum bei 2200 Sprengköpfen.

Die Sowjetunion und die USA hatten am 31. Juli 1991 das START-1-Abkommen unterzeichnet. Der Vertrag mit einer 15-jährigen Laufzeit war am 5. Dezember 1994 in Kraft getreten. Der START-1-Vertrag hatte beide Seiten dazu verpflichtet, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe um mehr als 40 Prozent zu verringern.

(apa/red)

14.3.2010 10:37
founder, 14. 03. '10 12:03
Schwerter zu Pflugscharen
Oder in diesem Fall nutzlose Bomben zu Atomstrom machen. 1/3 des Atomstroms stammt derzeit aus der Aufbereitung von abgerrüsteten Atombomben. Wenn die mal aus sind kann es Überraschungen mit dem Atomstrom geben, Uranknappheit.
http://politik.pege.org/2010/obama-atomkraft.htm