Dienstag, 9. März 2010

Ex-Minister klagt wegen Buwog-Aussagen:
Ramprecht bleibt bei Vorwurf gegen Grasser

  • Immobilienmakeler Plech enthält sich der Aussage
  • Buwog-Verkauf soll abgekartetes Spiel gewesen sein

An einem Nebenschauplatz in der Affäre um die Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog) wurden im Landesgericht Wien tiefe Einblicke in die Vorgänge rund um den umstrittenen Buwog-Verkauf unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser gegeben. Grasser hat seinen ehemaligen Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht geklagt, weil er sich durch dessen Aussagen verleumdet sieht.

Ramprecht hatte dem Nachrichtenmagazin "profil" (Ausgabe vom 5. Oktober 2009) gesagt, dass der Verkauf des Buwog-Pakets ein abgekartetes Spiel gewesen sei. Der Immobilienmakler Ernst Karl Plech habe ihm kurz vor der letzten Sitzung der Vergabekommission gesagt, der Minister (also Grasser, Anm.) wolle, dass Lehman den Zuschlag bekomme. Grasser widersprach heftig und klagte Ramprecht wegen "Übler Nachrede".

Plech enthielt sich der Zeugenaussage. Er ist bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft rund um die Provisionszahlungen des siegreichen Buwog-Bieters Immofinanz an die Grasser-Vertrauten Peter Hochegger und Walter Meischberger beschuldigt. Grasser, gegen den in der Causa Buwog ebenfalls strafrechtlich ermittelt wird, zeigte sich dafür heute umso gesprächiger.

"Wenn der Minister etwas sagt, dann nur einmal"
Ramprecht sagte aus, Plech habe ihm "zwei Minuten vor der Sitzung" der Vergabekommission über die Auswahl der Investmentbank, die den Buwog-Verkauf begleiten sollte, gesagt, statt der bisher vorne liegenden CA IB sollte Lehman Brothers gekürt werden. Plech sei ihm gegenüber das Sprachrohr von Grasser in der Buwog-Angelegenheit gewesen, und "wenn der Minister etwas sagt, dann nur einmal", erklärte Ramprecht. Mit sechs zu drei Stimmen sei dann für Lehman gestimmt worden. Der Kommissionsvorsitzende habe dagegen gestimmt und Grasser anschließend sogar einen empörten Brief geschrieben.

Plech habe ihm dann etwas später nach einem Tennismatch in Wien erklärt, dass hinter der ganzen Geschichte Grasser stehe. Ob er, Ramprecht, nicht überrissen habe, wohin die Reise gehe - dass nämlich die Immofinanz am Ende des Tages die Buwog bekommen solle. Daraufhin sei es zum großen Krach mit Plech gekommen, der am nächsten Tag seine (Ramprechts) Frau hinausgeschmissen habe, schilderte Ramprecht vor Gericht und wiederholte damit seine Vorwürfe.

(apa/red)

9.3.2010 15:01
sidestep, 09. 03. '10 19:42
Er hat noch nie etwas getan!
Er ist der Einzige auf diesem Erdball, der noch nie gefehlt hat, der noch nie eine Linke gedreht hat und dessen Hemd so weiß ist, als wäre es fünfmal mit dem weißen Riesen gewaschen worden. Soviel Unschuld ist schon wieder höchst verdächtig und es ist nur zu hoffen, dass die Justiz nicht schon wieder wie bein Strasser in die Knie geht, obwohl ich vom Gegenteil überzeugt bin, hat man doch soviel mit den kleinen Hendeldieben zu tun. Diese Justiz ist korrupter als man sich vorstellt. Niemand hat je geschrieben was man mit dem Staatsanwalt gemacht hat, der 120 Seiten Anklage des ÖVP-Ministers Strasser übersehen hat. Sicher ist er schon befördert worden und ist Oberstaatsanwalt. Und NEWS ist zuviel mit Strache und Rosenkranz beschäftigt um nachzufragen was mit diesem Herrn passiert ist.
keinbrauner, 10. 03. '10 06:07
Re: Er hat noch nie etwas getan!
Eines ist sicher. Unserem weißen Westen Karli passiert nichts. Die Frau Ministerin hat doch schon einmal mit Elsner einen Promi ins Häfen geschickt, das ist doch schon Leistung genug. Übrigens ihr erstes Werk als Ministerin war, daß sie das Anfütterungsverbot abschafft. Da weiß man schon wohin die Richtung geht.