ÖVP dominiert bei Gemeinderatswahlen:
Niederlagenserie der SPÖ wird verlängert
- In NÖ, Vorarlberg und Tirol schritt man zur Urne
- Freiheitliche Partei und die Grünen bleiben stabil

·"Ich habe natürlich schon mehr gelacht"
REAKTIONEN auf die Gemeinderatswahlen
·SPÖ-Ergebnisse bei den jüngsten Wahlen
GRAFIK: Stimmenanteile mit Gewinnen & Verlusten
·Gemeinderatswahlen
in Vorarlberg - GRAFIK
Die Stimmenanteile im westlichsten Bundesland
·Gemeinderatswahl in
Niederösterreich 2010
GRAFIK: So wählten
die Niederösterreicher
Die Niederlagen-Serie der SPÖ hat sich auch bei den Gemeinderatswahlen fortgesetzt. In Niederösterreich zeigten sich bei der Gesamtstatistik Verluste der Sozialdemokraten von gesamt etwa fünf Prozentpunkten. Auch in Vorarlberg verlor die SPÖ etwa fünf Prozent im Vergleich zu 2005. Die ÖVP bleibt in allen drei Bundesländern stark. Die Freiheitlichen waren ebenso wie die Grünen stabil.
In Niederösterreich zeigt sich in den bisher ausgezählten Gemeinden eine weitere Stärkung der Vormachtstellung der ÖVP (gesamt 51,62 Prozent - plus 2,80 Prozent) und leichte Zugewinne der Freiheitlichen (5,96 - plus 2,65 Prozent). Die SPÖ musste Verluste hinnehmen (33,77 - minus 5,14). In 14 Kommunen gab es Mehrheitswechsel von der SPÖ zur ÖVP. Die Grünen stagnierten auf niedrigem Niveau (3,43 - minus 0,34). Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) sprach von einem "sehr, sehr positiven Ergebnis". Die Anzahl der "schwarzen" Bürgermeister sei größer geworden.
Nach dem landesweiten Verlust von 5,14 Prozentpunkten und 580 Mandaten haben die NÖ Sozialdemokraten eine "nüchterne Analyse" der Ergebnisse angekündigt. In einer Vorstandssitzung sollte es laut Landesparteichef LHStv. Sepp Leitner außerdem zu einer "Abklärung der weiteren Vorgangsweise" kommen. Um Personalia werde es nicht gehen.
Erfolge für ÖVP in Vorarlberg
Auch in den Vorarlberger Gemeinden gab es für die ÖVP großteils Erfolge zu bejubeln (44,63 Prozent - minus 0,72). Im ersten Durchgang bestätigt wurden unter anderem die Stadtchefs von Dornbirn und Feldkirch. Ein historisches Ergebnis schaffte die ÖVP in Lustenau, wo sie mit Kurt Fischer erstmals seit 1960 den Bürgermeister stellt, der nicht aus den Reihen der FPÖ kommt. Die Freiheitlichen hielten sich aber abgesehen von der Lustenau-Niederlage auf gleichem Niveau (11,33 - minus 0,16). Die SPÖ (10,75 - minus 4,86 Prozent) stellt nur noch einen statt zwei Bürgermeister und zwar in Bürs. Teils erstaunlich gute Ergebnisse gab es für die Grünen (7,32 - plus 0,3) - allerdings vor allem dort, wo man erstmals antrat wie in Lochau (23,3) und Altach (18,1). Empfindliche Verluste verzeichnete man etwa in Bregenz oder Rankweil.
SP-Verluste in Tirol
Bei den Tiroler Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen hat die SPÖ am Sonntag zwar in mehreren kleinen Orten gewonnen, in "Prestigegemeinden" wie etwa Reutte oder Landeck aber verloren. Die ÖVP legte bei Mandaten zu, einige ihrer "Ortskaiser" müssen sich in 14 Tagen aber einer Stichwahl stellen, die in insgesamt 26 Orten ansteht. Die FPÖ blieb deutlich unter ihren Erwartungen. Auch die Grünen verloren an Terrain, etwa in Osttirol. Landesweite Gesamtzahlen für das ganze Bundesland wurden nicht veröffentlicht. (apa/red)
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