Karl gründet "Task Force" für Bologna: 10
Maßnahmen, um Nachholbedarf zu decken
- Studentenvertreter sollen eingebunden werden
- "Qualität der Studienpläne" im Fokus der Ministerin

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Motto:"Bologna Burns"
BILDER: Studentendemo
in der Wiener Innenstadt
Unter dem Titel "Bologna Reloaded" hat Wissenschaftsministern Karl anlässlich der Konferenz zu zehn Jahren Bologna-Prozess zehn Maßnahmen vorgestellt, mit denen die Umsetzung der Reformen an Österreichs Unis verbessert werden soll. Karl will eine "Task Force" aus Vertretern von Studenten, Unis, Fachhochschulen etc. einsetzen, die Empfehlungen zur Verbesserung der Studienpläne erarbeiten soll.
Die "Qualität der Studienpläne" werde auch Thema kommender Leistungsvereinbarungen sein, bei denen sich die Unis zu Leistungen verpflichten und ihr Budget zugeteilt bekommen, so Karl bei einer Pressekonferenz am Freitag.
Experten suchen "Best Practice"
"Die Unis sind zwar autonom, dennoch will ich nicht wegschauen, wenn es um die qualitativ hochwertige Ausgestaltung der Studienpläne geht", so die Ministerin. Experten sollen die Probleme in der Praxis erheben, die "Task Force" anschließend Best-Practice-Beispiele sammeln. Auch die Ergebnisse des Hochschuldialogs, den Ex-Wissenschaftsminister Hahn als Reaktion auf die Studentenproteste des Vorjahrs einberufen hatte, sollen in die Empfehlungen einfließen.
Neben besseren Studienplänen ist Karl auch wichtig, dass die Anerkennung gleicher Prüfungsfächer an den Unis verbessert und damit die Mobilität zwischen den Hochschulen erleichtert wird. Für Jus, Pharmazie und technische Studien sollen Arbeitsgruppen außerdem erheben, ob es sinnvoll wäre, vierjährige Bachelorstudien anzubieten. Derzeit sind Jus und Pharmazie noch Diplomstudien (Jus: acht Semester, Pharmazie: neun), die technischen Studien werden als dreijährige Bachelorstudien geführt. (apa/red)
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