Freitag, 12. März 2010

Entschuldigung für "Klosterschwuchteln":
Königshofer hat "sich im Ton vergriffen"

  • "Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über"
  • FP-Mandatar attackierte Schönborn auf derbe Weise

Nach einer deftigen Attacke auf Kardinal Schönborn hat sich der Tiroler FPÖ-Abgeordnete Werner Königshoferentschuldigt. Er gab er zu, "sich im Ton vergriffen" zu haben. Königshofer hatte in einem Schreiben an Schönborn über "warme Brüder" und "Klosterschwuchteln" gewettert, nachdem der Kardinal FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Rosenkranz als für ihn nicht wählbar bezeichnet hatte.

"In dem Offenen Brief vom 9. März habe ich - wohl auch um das Interesse der Medien wecken zu wollen - Begriffe verwendet, die man in einem derartigen öffentlichen Schreiben nicht gebrauchen sollte", gibt Königshofer nun in einem weiteren Offenen Brief zu und meint weiter: "Aber wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über." Generalsekretär Herbert Kickl habe mit seiner Kritik recht gehabt, so Königshofer. Auch Bundeskanzler Faymann und der Zweite Nationalratspräsident Neugebauer hatten Königshofers Wortwahl scharf kritisiert.

Königshofer entschuldigt sich in seinem Offenen Brief sowohl bei Schönborn "als auch bei allen Klerikern und katholischen Laien, die mit Kindesmissbrauch und anderen Verfehlungen nichts zu tun haben". Bezüglich der bekanntgewordenen Missbrauchsfälle fordert er vom Kardinal und allen zuständigen Kirchenoberen "ein hartes Durchgreifen bis hin zur Auslieferung an die Justizbehörden".

Trotz allem beanstandet Königshofer abermals Schönborns Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf. Zwar stehe es dem Kardinal selbstverständlich frei, welchen Kandidaten dieser bevorzugt. Wenn dieser jedoch in Kardinalskleidung seine Meinung darlege, entstehe der Eindruck, "dass sich die katholische Kirche in politische Entscheidungen einmischt, was aufgrund der Trennung von Kirche und Staat in Österreich nicht zulässig ist".

(apa/red)

12.3.2010 10:42
War-Lord, 13. 04. '10 19:05
Kleidungsvorschriften für Wahlempfehlungen und diverse Äußerungen...
Lieber Schönborn Christoph... vielleicht kannst nächstes Mal in Unterwäsche oder Privatkleidung deine Meinung kundtun, wenn du eine Wahlempfehlung abgibst *grins...Und dem Tiroler Mann von der FPÖ würde ich empfehlen nächstes Mal auch in Unterhosen zu erscheinen und ohne FPÖ-Aufkleber, weil sonst denken die Leute dass die ganze FPÖ der Ansicht ist, dass in der Kirche nur Klosterschwuchteln sind!!!
War-Lord, 13. 04. '10 19:09
Re: Kleidungsvorschriften für Wahlempfehlungen und diverse Äußerungen...
Frage mich wirklich was dieser Blödsinn mit der Kleidung soll... wenn jemand seine persönliche Meinung vertritt, dann ist es doch egal, ob er nen Pyjama oder Uniform trägt, oder?? Außerdem ist für mich als bisherigen FPÖ-Wähler die Rosenkranz sowieso nicht eine geeignetet Kandidation für die Wahl...weiters frage ich mich, ob man mit einem 2. Platz bei der BP-Wahl auch gewinnen kann oder nicht? Wenn nicht, dann frage ich mich weiters, warum dann die FPÖ über 1,6 Mille für diese Wahlschlappe zahlt, wo doch sowieso die Rosenkranz unter 30% der Stimmen kommt, und somit bestmöglich auf Platz 2 landet - also auf dem Verlierersessel!!! Wer hat diese wirklich blöde Idee gehabt von der FPÖ einen Kandidaten für die BP-Wahl aufzustellen???!!!! Danke für 1,6 Mille in den Wind!!
Woppo, 12. 03. '10 12:33
Warum ermittelt nicht die Justiz bei Kinderschändung???
Das Gesetzt gehört längst geändert ,so lange die Kirche das selbst regeln darf wird nichts geschehen !
Wien_1190, 15. 03. '10 13:18
Re: Warum ermittelt nicht die Justiz bei Kinderschändung???
Solche Vorfälle müssen sofort der Justiz übergeben werden!, sonst wird es irgentwann zur Selbstjustiz kommen und da haben die "vom Alter gezeichneten Priester etc" schlechte Chancen!

Außerdem sollte der Glaube bzw das Vertrauen zwischen Kind und Pfarrer durch solche Vorfälle nicht getrübt werden! Meiner Meinung nach trägt der Zölibat große Schuld daran, denn über evangelische Priester kommen solche Sachen nicht zu Tage(meine Vermutung, da sie Frauen und Kinder haben "dürfen" und daher nicht an solche Sachen denken!), aber das ist wie bekanntlich Ansichtssache!

;)
War-Lord, 13. 04. '10 19:35
Re: Warum ermittelt nicht die Justiz bei Kinderschändung???
Bei Hexenverbrennungen gab s auch früher kein gerechtes Gerichtsverfahren...warum sollte es jetzt eins geben? *grins...Aber ich wäre dafür dass den Tätern der Schniedelwutz um 2 centim gekürzt wird :-) Diese ehrenvolle Aufgabe würde ich persönlich übernehmen!!