Entschuldigung für "Klosterschwuchteln":
Königshofer hat "sich im Ton vergriffen"
- "Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über"
- FP-Mandatar attackierte Schönborn auf derbe Weise
·"Besser um warme Brüder kümmern"
Kardinal Schönborn von der FPÖ deftig attackiert
·Rosenkranz und ihre Distanz zur NS-Zeit
Hofburg-Kandidatin mit eidesstattlicher Erklärung
·Von Verbotsgesetzen und Neonazi-Geistern
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Nach einer deftigen Attacke auf Kardinal Schönborn hat sich der Tiroler FPÖ-Abgeordnete Werner Königshoferentschuldigt. Er gab er zu, "sich im Ton vergriffen" zu haben. Königshofer hatte in einem Schreiben an Schönborn über "warme Brüder" und "Klosterschwuchteln" gewettert, nachdem der Kardinal FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Rosenkranz als für ihn nicht wählbar bezeichnet hatte.
"In dem Offenen Brief vom 9. März habe ich - wohl auch um das Interesse der Medien wecken zu wollen - Begriffe verwendet, die man in einem derartigen öffentlichen Schreiben nicht gebrauchen sollte", gibt Königshofer nun in einem weiteren Offenen Brief zu und meint weiter: "Aber wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über." Generalsekretär Herbert Kickl habe mit seiner Kritik recht gehabt, so Königshofer. Auch Bundeskanzler Faymann und der Zweite Nationalratspräsident Neugebauer hatten Königshofers Wortwahl scharf kritisiert.
Königshofer entschuldigt sich in seinem Offenen Brief sowohl bei Schönborn "als auch bei allen Klerikern und katholischen Laien, die mit Kindesmissbrauch und anderen Verfehlungen nichts zu tun haben". Bezüglich der bekanntgewordenen Missbrauchsfälle fordert er vom Kardinal und allen zuständigen Kirchenoberen "ein hartes Durchgreifen bis hin zur Auslieferung an die Justizbehörden".
Trotz allem beanstandet Königshofer abermals Schönborns Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf. Zwar stehe es dem Kardinal selbstverständlich frei, welchen Kandidaten dieser bevorzugt. Wenn dieser jedoch in Kardinalskleidung seine Meinung darlege, entstehe der Eindruck, "dass sich die katholische Kirche in politische Entscheidungen einmischt, was aufgrund der Trennung von Kirche und Staat in Österreich nicht zulässig ist".
(apa/red)
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