"Christine, it's your turn. Alles Gute.":
Hahn übergibt Nachfolgerin Marek die Zügel
- Mit 96 Prozent zur neuen ÖVP-Wien-Chefin gewählt
- Pröll: Sie ist eine "Frau mit dem Herz einer Löwin"

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"Christine, it's your turn. Alles Gute." Mit diesen Worten hat sich Johannes "Gio" Hahn von der Spitze der Volkspartei verabschiedet und seiner Nachfolgerin Christine Marek die Zügel übergeben. Sie ist beim 33. Landesparteitag in der Stadthalle mit 96 Prozent der Stimmen zur neuen Chefin der Wiener ÖVP gewählt worden. Marek ist damit die erste Frau in dieser Funktion.
Sie nahm ihre Kür mit "Respekt und Stolz" an. "Gemeinsam sind wir stark", gab sich die neue Parteiobfrau kämpferisch.
Pröll hält Lobrede auf neue VP-Chefin
Bundesparteichef Josef Pröll streute der Familienstaatssekretärin Rosen. Mit ihr werde es gelingen, "Buntheit, Aufbruch, Frühling und Freude" in die Bundeshauptstadt zurückzubringen. Man müsse gemeinsam kämpfen, um die SPÖ-Mehrheit zu brechen: "Die Stadt hat nur einen Fehler: Sie wird rot regiert." Marek sei eine Frau, die von Visionen und Freiheitsdrang geprägt sei: "Ich habe dich kennengelernt als eine Frau mit dem Herz einer Löwin."
Auf Bundesebene sah Pröll seine Partei auf dem Weg zurück zur Nummer 1: "Wir verstehen uns nicht als Zehn-Prozent-Partei, sondern als Mehrheitspartei." Man zeige überall Stärke, Geschlossenheit und Siegeswillen, was auch für die Wien-Wahl gelte.
Marek: "Mehr Herz und Hausverstand für Wien"
Marek beschwor vor ihrer offiziellen Wahl das Herz und eine steife Brise herauf: "Jetzt braucht Wien den frischen Wind der Volkspartei." Er blase den Sand aus den Augen der regierenden SPÖ. Das Motto müsse lauten: "Mehr Herz und Hausverstand für Wien." Ein konkretes Wahlziel für ihre Partei, die bei der Wien-Wahl 2005 auf 18,77 Prozent der Stimmen kam, nannte Marek jedoch nicht. Inhaltlich müsse sich Leistung wieder lohnen, die Gebührenschraube in die Gegenrichtung gedreht und die Betreuungsangebote für Familien verbessert werden.
Hahn zog eine durchwegs positive Bilanz seiner Amtsperiode. Schließlich habe es die ÖVP unter seiner Führung wieder geschafft, die Nummer 2 zu werden. Zugleich wagte er einen Blick in die Wiener Zukunft. Derzeit sei die Stadt von einem Strukturkonservatismus in Gestalt der SPÖ geprägt. "Das gehört korrigiert - und in Wien, Christine, wirst du das machen."
(apa/red)
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