"F*** you!" - EU-Mandatar Hans-Peter Martin platzte im Fernsehen der Kragen
- TV-Debatte über "Krone" ließ die Wogen hochgehen
- Harald Fidlers Analyse passte Martin überhaupt nicht

Die gestrige Ausgabe der ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" war kein Fall für sanfte Gemüter. Falter-Chefredakteur Armin Thurnher, SPÖ-Bundesrat Josef Kalina, EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin und die ehemalige Chefin des Liberalen Forums, Heide Schmidt, wurden eingeladen, über die Macht der "Kronen Zeitung" zu diskutieren. An sich eine honorige Runde, wenn da nicht der Herr Martin dazwischengefunkt hätte: Beim etwas anderen EU-Korrespondenten der "Krone" brannten gegen Ende der Sendung die Sicherungen durch.
Auslöser für den Zornesausbruch des EU-Mandatars war eine verschmitzt-provokante Analyse von "Standard"-Medienredakteur Harald Fidler, der in einem Nebenstudio die Debatte kommentierte. Für die von Martin vorgetragenen Argumente pro "Krone" fand Fidler nämlich keine wirklich lobenden Worte. Bei ihm klinge, so Fidler, ein wenig durch, dass er selbst enttäuscht darüber sei, dass das Kleinformat nicht ihn, sondern die FPÖ-Politikerin Rosenkranz für ihre Präsidentschaftskampagne eingespannt habe.
Schon während der leicht sarkastischen Analyse Fidlers wurde Martin etwas unrund, nach dieser Aussage platzte dem Vorarlberger dann aber endgültig der Kragen: "Fuck you!", plärrte er dem verdutzten Journalisten im Nebenstudiokammerl entgegen. Der ließ sich aber nicht beirren und blieb cool. Drüben im Hauptstudio polterte der zornige Europaabgeordnete noch munter weiter. Seinem Ruf als Zornbinkerl ist Martin damit wieder gerecht geworden.
Der Wutausbruch Martins und die gesamte gestrige Sendung ist auf der ATV-Website http://blog.atv.at/ampunkt/ nachzusehen.
(jt)
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