Rosenkranz ist für die ÖVP keine Option:
Pröll hält FP-Kandidatin für "nicht wählbar"
- ÖVP-Chef: "Kein Magnet für ÖVP-Sympathisanten"
- FP-Präsidentschaftskandidatin weiter in der Kritik

·Rosenkranz ist für die ÖVP keine Option
Josef Pröll hält Kandidatin
der FP für "nicht wählbar"
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Mit einem klaren "Nein" hat ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll nach dem Ministerrat die Frage beantwortet, ob FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz für ihn persönlich wählbar sei. Eine Wahlempfehlung für Anhänger der ÖVP wollte er dennoch nicht abgeben. Diese seien mündig genug für eine eigene Entscheidung, so Pröll. Er gehe ohnehin nicht davon aus, dass sich Rosenkranz als Magnet für ÖVP-Sympathisanten erweisen werde.
Zur eidesstattlichen Erklärung von Rosenkranz sagte er: "Es ist skurril, dass man sich von einer Ideologie wie der Nazi-Diktatur eidesstattlich distanzieren muss." Dies sei ja wohl eine "grunddemokratische Selbstverständlichkeit".
Ähnlich äußerte sich Bundeskanzler Werner Faymann (S). "Wer so etwas notwendig hat, hat sich als Kandidatin für das Präsidentenamt disqualifiziert", so der Kanzler zu der Erklärung der Kandidatin. Außerdem: "Ich glaube es erst, wenn die Taten folgen."
"Keine bürgerliche Alternative"
Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber hält FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz wie sein Parteikollege Pröll "für keine bürgerliche Alternative". Ähnlich äußerte sich auch der schwarze Außenminister Michael Spindelegger. Rosenkranz habe bei ihrer NS-Distanzierung wichtige Teile wie Gaskammern und Konzentrationslager ausgelassen, sagte Spindelegger vor dem Ministerrat.
Der Politologe Fritz Plasser meinte in diesem Zusammenhang im Ö1-Morgenjournal, dass sich Rosenkranz als Angebot für bürgerliche, sprich ÖVP-Wähler, mit ihren Aussagen zum Nationalsozialismus unmöglich gemacht habe. Parteichef Straches Ziel von einem Wählerzuspruch von 35 Prozent seien nicht nur "surreal", sondern "zum Vergessen", so der Professor der Uni Innsbruck. (apa/red)
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