Dienstag, 9. März 2010

Fördergeldkürzung gibt den Todesstoß:
Kärntner Slowenenrat vor Selbstauflösung

  • Stv.-Obmann Vouk verkündet drastischen Schritt
  • Anliegen der Volksgruppe seien nicht gehört worden

Der Rat der Kärntner Slowenen steht 60 Jahre nach seiner Gründung vor der Selbstauflösung. Grund für den drastischen Schritt sei "das nicht gehört werden" der Anliegen der Volksgruppe in Österreich und Slowenien, Auslöser sei letztendlich die Halbierung der Fördermittel für die Volksgruppenverbände seitens der Republik Slowenien gewesen, erklärte der stellvertretende Obmann Rudi Vouk im Anschluss an eine Pressekonferenz in Ljubljana.

Das Präsidium des Rates hat den Beschluss zur Selbstauflösung einstimmig gefasst. Diese Entscheidung muss allerdings noch am 29. März beim sogenannten Volksgruppentag - dem entscheidungsbefugten Gremium - abgesegnet werden.

Dörfler freut sich
"Erfreut" hat sich der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) über die Ankündigung der Selbstauflösung des Rates der Kärntner Slowenen gezeigt. Ohne den "Krawallmacher" Karel Smolle (Obmann des Rates, Anm.) würden Entscheidungen in der Volksgruppenpolitik künftig leichter fallen, prophezeite der Regierungschef.

Wer sich als Kärntner Slowene vertreten lassen will, hat die Wahl. Drei Organisationen sehen sich - nicht zuletzt in der Frage der zweisprachigen Ortstafeln - als offizielle Stimme ihrer Volksgruppe: Der Rat der Kärntner Slowenen (NSKS), der Zentralverband slowenischer Organisationen Kärntens (ZSO) und die erst seit 2003 existierende Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen (SKS), die kleinste Organisation aller drei. Ob es künftig nur noch zwei Alternativen gibt, weil sich der Rat auflösen will, bleibt abzuwarten. (apa/red)

9.3.2010 13:54
sidestep, 09. 03. '10 13:49
Berechtigte Forderungen umsetzen
Jetzt hat sogar die Republik Slowenien eingesehen,welchen Leuten sie da finanziell unter die Arme gegriffen hat. Chaoten, die im Ortsgebiet vorsätzlich mit ihren PKW´s gerast sind, dabei wahrscheinlich nicht nur ihre eigene sondern auch die Sicherheit der ortsansäßigen Bevölkerung riskiert haben. Die Halbierung der Förderung zeigt auch, dass Slowenien endlich einsichtig geworden ist, dass man nichts erzwingen sondern nur auf diplomatischen Wegen durch Gespärche Erfolge erreiche kann. Nun nach Auflösung dieses unwichtigen Vereines ist es auch von Kärntner Seite hoch an der Zeit, ein von beiden Seiten akzeptiertes Übereinkommen über zweisprachige Ortstafelönumzusetzen. Dabei darf dieses Übereinkommen die berechtigten Forderungen der slowenischen Volksgruppe nicht übergehen.