Dienstag, 9. März 2010

Neue Misshandlunge in katholischer Kirche:
Sexuelle Übergriffe in drei Bundesländern

  • Erzabt bietet in Salzburg 5.000 Euro Schweigegeld
  • Missbrauchsfälle auch in Steiermark und Vorarlberg

In Österreich sind neue Vorwürfe im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche aufgetaucht. Ein 53-Jähriger hat sich als Opfer eines Missbrauchs vor rund 40 Jahren durch den Erzabt des Stiftes St. Peter in Salzburg, Bruno Becker, und zwei weiteren Patres an die Öffentlichkeit gewandt. In der Steiermark und in Vorarlberg wurden unterdessen Vorwürfe mit mehreren Opfern bekannt.

Der 53-Jährige schilderte, der Missbrauch durch den Erzabt, damals Priesteramtsanwärter, sei bei einem Radausflug in einer Höhle passiert. Als er ihn im November des Vorjahres mit den Vorwürfen konfrontiert habe, habe dieser den Missbrauch eingestanden und ihm 5.000 Euro angeboten, wenn er keine weiteren Schritte mehr setze. Sechs Jahre lang sei er außerdem von zwei anderen Patres immer wieder missbraucht worden. Erzabt Becker bot seinen Rücktritt an, dieser wurde noch am Nachmittag von der Äbtekonferenz angenommen.

Ein weiterer Missbrauchsfall in der römisch-katholischen Kirche ist in der Oststeiermark bekanntgeworden. In den späten 1970er und 80er Jahren soll ein Pfarrer bis zu zwanzig Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts sexuell missbraucht oder belästigt haben. Dies berichtet die Wochenzeitung "Falter". Der Priester selbst, heute im Burgenland in einer Gemeinde tätig, bestätigte in derselben Ausgabe die - mittlerweile verjährten - Vorfälle.

Auch im Internat des Privatgymnasiums des Bregenzer Zisterzienser-Klosters Mehrerau hat es offenbar mehr als nur einen Missbrauchsfall gegeben. Im Jahr 2004 gab es eine Anzeige gegen einen Pater, der sich an zehn Jugendlichen vergangen haben soll. Das Verfahren wurde aber wegen Verjährung eingestellt, berichtete der ORF. Der Leiter des Klosters Mehrerau, Abt Anselm van der Linde, hatte in den "Vorarlberger Nachrichten" zuvor einen einzelnen Missbrauchsfall in den 1980er-Jahren eingeräumt. Das Bekanntwerden dieses Falls führte offenbar dazu, dass am Dienstag weitere Missbrauchs-Opfer in Kontakt mit den Vorarlberger Medien traten.

Prior: "Ein dunkler Tag für die Kirche "
Das ist ein dunkler und bitterer Tag für die Kirche und unser Kloster", sagte der Prior der Erzabtei St. Peter, Pater Korbinian Birnbacher. "Ich bitte das Opfer um Verzeihung für das Vorgefallene. Mein Mitgefühl gilt dem Opfer, dem ich Respekt zolle, dass es den Mut hatte, zu sprechen, denn dadurch hilft es, alles aufzuarbeiten. "Ich tue alles, um es wieder gut zu machen, kann es aber nicht ungeschehen machen. Bei sexuellem Missbrauch gibt es keine Toleranz, auch nicht für einen Erzabt." Die Erzabtei St. Peter bittet mögliche weitere Opfer eindringlich, sich zu melden, denn nur dann könnte alles aufgeklärt werden, so Birnbacher.
(apa/red)

9.3.2010 18:45
chsa, 25. 03. '10 09:16
Wenn Menschen gottlos werden
Sind Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos, Politiker charakterlos,
Christen gebetslos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos. Antoine de Saint Exupery.

Sind wir nicht am besten Weg dorthin?
Sind diese Hetzaktionen gegen die Kirche nicht gesteuert?
Schuldige verurteilen, Institutionen schonen!
Wir brauchen den Glauben, die Hoffnung und die aufopfernde Liebe, sonst gnade uns Gott!

Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein! Joh. 8,7

Ostern das Fest des Friedens, ein neuer Anfang?

Ch. Seilern
5111 Bürmoos
chsa, 25. 03. '10 09:07
Wenn Menschen gottlos werden
Sind Regierungen ratlos,
bachter, 11. 03. '10 08:30
Lieber Herr Prior,
es ist doch schlimm, wie Sie sagen, daß das Opfer MUT braucht um über den Missbrauch zu sprechen. Wenn Ihre
Institution nach der christlichen Lehre agiert hätte und die
christliche Nächstenliebe praktiziert hätte, dann bräuchte es keinen Mut, darüber zu sprechen. Dass in der röm.kath. Kirche die Heuchler sehr zahlreich vertreten sind, ist doch eine unbestrittene Tatsache.
Shak71, 10. 03. '10 09:16
Eine Idee
Alle Geldleistungen die Österreich an die Kirche leistet einstellen, bis wirklich restlos aufgeklärt und alle Schuldigen ins Gefängnis bzw. vor den Richter gestellt werden - und nicht in ein anderes Kloster, eine andere Kirche still und heimlich verfrachtet werden. Die Kirchenaustritte kommen eh von selber
maierhofer____, 09. 03. '10 21:30
Gott sei Dank
zahl ich keine Kirchensteuern mehr, da ich zum Buddhismus konvertiert bin...
Dantine, 09. 03. '10 23:52
Re: Gott sei Dank
So, so, Herr Maierhofer!
Warum reden sie hier mit, wenn Sie von Nichts Ahnung haben?
Zum Buddhismus kann man nicht konvertieren, da der B. keine Religion ist.
Sehr viele Christen sind auch Buddhisten, aber auch viele Mohammedaner, vor allem Asiaten, aber auch viele aus Naturreligionen.
Noch einmal: wenn man keine Ahnung hat, hält man besser den Mund!
maierhofer____, 10. 03. '10 21:49
Re: Gott sei Dank
Wie gut,dass ich halber Asiate und mein Vater Buddhist ist.
Ich habe immer schon an die Lehren Buddhas geglaubt, aber seit zwei Jahren bin ich auf dem Papier Buddhist und zahl keine Kirchensteuern...


Und nun, nennen Sie mir ein besseres Wort als konvertieren.

You failed!
War-Lord, 09. 03. '10 19:26
Das darst du nicht so eng sehen...
Steht nicht schon in der Bibel...gehet hin und mehret euch??!! Stell mir das grad so bildlich vor, wennst ihn als 10 jähriger beim Ministrieren hinten reinbekommst *ggg Ich sag s ja immer, der bester Pfarrer ist der, dessen Vater auch schon Pfarrer war!!
waldgaenger, 09. 03. '10 15:35
ungeheuerlich
5000 Euro für schwere Missbräuche, eine zusätzliche Verspottung des Opfers
War-Lord, 09. 03. '10 19:31
Re: ungeheuerlich
Na hör mal, was der sich für 5.000,- alles hätt kaufen können.... so bekommt er jetzt gar nix
nonane, 09. 03. '10 14:39
Angebot:
Da hät ich auch was anzubieten:
Und zwar gesiebte Luft im Hefen!!!
brabus, 09. 03. '10 11:24
Missbrauch durch die Kirche
Was wir in den letzten Wochen erfahren ist die Spitze des Eisbergs. Abgesehen vom Verbrechen das hier von Kirchenvertretern verschiedenster Ränge an Wehrlosen ausgeübt wurde ist das wohl größte Verbrechen, daß derartige Vorfälle von der Kirche vertuscht und gedeckt wurden und dadurch immer wieder neue Missbräuche möglich wurden. Die Justiz hat daher auch jene Personen zu verfolgen, die solche Vertuschungen zu verantworten haben. Und allen, die weiterhin brav ihre Kirchensteuer bezahlen um diesen Personen ein angenehmes Leben unter dem Deckmantel einer moralischen Instanz führen kann ich nur dringend raten : AUSTRETEN. Oder will jemand sich als Finanzierer von Verbrechern sehen ?
sidestep, 09. 03. '10 10:12
Was soll den das?
Was soll den das? Zuerst versucht der Herr sein Opfer mit 5.000.-Euro Schweigegeld zu bestechen und dann passiert folgendes: Er b i e t e t seinen Rücktritt an wohl in der Hoffnung, dass er nicht angenommen wird. Solch ein perverses rosarotes Ringelschwänzchentier (Schwein darf man hier nicht sagen weil dann wird das Posting gelöscht) hat von sich aus zurückzutreten und nicht diesen Rücktritt gnadenhalber a n z u b i e t e n!
Vasant, 09. 03. '10 11:58
Re: Was soll den das?
Das seh ich genauso! Warum "fragt" der noch bzw. "bietet"
seinen Rücktritt an? So ein perverser Penner hat NICHTS
mehr in der Kirche verloren und gleich direkt ab in den
Knast mit den Kinderschändern ... aber nicht zu deren
"Schutz" in Einzelhaft stecken, sondern zu den anderen
Häftlingen sperren, damit er dort wenigstens seine
gerechte Strafe kriegt!

MEINE MEINUNG!
War-Lord, 09. 03. '10 19:29
Re: Was soll den das?
Aber geh, damals war er ja noch jung als Amtsanwärter und hat ja nicht gewusst, ob sie ihn überhaupt für das Amt nehmen und ob er für länger bei dem Verein bleibt... außerdem wer sagt dann dass es dem Anderen nicht auch gefallen hat, wenn er sich erst jahrelang danach meldet??
Woodentree, 10. 03. '10 09:01
Re: Was soll den das?
@War-Lord
Bist du so bescheuert, oder tust du nur so? Jeder einzelner deiner Kommentare auf dieser Seite ist absolut unter aller Sau.
"außerdem wer sagt dann dass es dem Anderen nicht auch gefallen hat, wenn er sich erst jahrelang danach meldet??"
Wer kann so einen Mist verzapfen, der bei guter, geistiger Gesundheit ist? Total verloren.
War-Lord, 11. 03. '10 08:13
Re: Was soll den das?
@woodentree
hmm... und wie willst du wissen ob es dem Anderen nicht auch gefallen hat?? Da hat der 40 Jahre gebraucht um darüber nachzudenken ob er jemandem davon erzählen soll oder nicht, was der Herr Priester-Amtsanwärter mit ihm gemacht hat?! Nur mal angenommen der wäre dann nicht Priester geworden - hätte sich dann der Andere früher, später oder vielleicht überhaupt nicht gemeldet?