Aus für Augarten-Besetzer: Letzten vier Aktivisten wurden von Polizei entfernt
- Projektgegner verschanzten sich in Baumkronen
- Bau des Sängerknaben-Konzertsaals fortgesetzt

Die Baumbesetzung des Wiener Augartenspitzes hat ein Ende: Die letzten vier in den Kronen ausharrenden Aktivisten wurden durch die Polizei vom Areal entfernt. Unmittelbar danach wurden die Rodungsarbeiten am Standort des künftigen Sängerknaben-Konzertsaals wieder aufgenommen. Die Projektgegner hoffen jedoch weiterhin auf ein Einlenken des Knabenchors.
Sie verweisen auf - aus ihrer Sicht - noch ungeklärte rechtliche Sachlagen. Einen Tag zuvor war mit der Einrichtung der Baustelle begonnen worden, die auch die Fällung einiger Bäume nötig macht. Diese Arbeiten mussten jedoch unterbrochen werden, nachdem sich einige Aktivisten ins Geäst geflüchtet und angekündigt hatten, dort bis auf weiteres ausharren zu wollen. Jetzt wurden die restlichen vier der Kälte trotzenden Baumbesetzer unter lautem Protest ihrer Mitstreiter, welche die Aktion vor den Grundstücksmauern verfolgten, von der Exekutive entfernt.
Polizei: "Besetzung ist massiver Eingriff"
Man handle auf Aufforderung des Grundstückseigentümers, so Polizeisprecher Mario Hejl: "Die Besetzung ist ein massiver Eingriff in die Rechte des Besitzers." Daraufhin rückten Motorsägen dem vormals besetzten Holzriesen zu Leibe, verbliebene Transparente und Schlafsäcke wurden demontiert. In den nächsten Tagen sollen die Aufräumarbeiten auf dem Bauplatz abgeschlossen und weitere Vorarbeiten.
"Dieser Bau ist nicht rechtskonform", empörte sich Eva Hottenroth von der Bürgerinitiative "Freunde des Augartens". Es seien noch juristische Prüfungen etwa bezüglich der Flächenwidmung und des Denkmalschutzes anhängig, betonte sie. Darüber hinaus gebe es - anders als angekündigt - keinerlei Gesprächsbereitschaft von Bürgermeister Häupl.
(apa/red)










