Oscar-Gewinner stehen schon fest: Nur zwei
Personen kennen vor Verleihung die Namen
- Top Secret: Duo muss Stillschweigen bewahren
- Mehr als 5.700 Oscar-Juroren stimmberechtigt

·Waltz: "Mein Hemd bügle ich mir selber"
Countdown zu Oscars eine 'schöne Anstrengung'
·Die Aufregung wird langsam unerträglich
Christoph Waltz schottet sich vor Oscars völlig ab
·Die Oscar-Gewinner stehen bereits fest
Top Secret: Nur zwei Personen kennen Namen
·Der steile Siegeszug des Christoph Waltz
Mit "Inglourious Basterds"
startete er endlich durch
Die Wahl der diesjährigen Oscar-Gewinner ist gelaufen. Bis zum Dienstagabend (Ortszeit) mussten die Stimmzettel der mehr als 5.700 Oscar-Juroren bei der Filmakademie in Beverly Hills eingetroffen sein. Spätere Einsendungen würden nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences nicht mehr berücksichtigt. Bis zur Oscar-Vergabe am Sonntag werden Mitarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Stimmen auszählen und das streng gehütete Geheimnis dann in verschlossenen Umschlägen direkt zur Preis-Gala bringen.
Nach langjähriger Tradition sind die zwei Stimmenauszähler, Brad Oltmanns und Rick Rosas, die einzigen Menschen, die bereits vor der Verleihungszeremonie die Gewinner kennen. Für die Handauszählung der Briefe mit einem Dutzend Helfern an einem geheimen Ort im Raum Los Angeles sind drei volle Arbeitstage veranschlagt. Zum ersten Mal seit 1943 sind zehn Filme statt der bisherigen fünf in der Sparte "Bester Film" nominiert.
Vorsichtshalber werden zwei Sets von jeweils 24 Umschlägen mit den Namen der Gewinner erstellt und am Sonntag auf getrennten Wegen mit einer Sicherheitseskorte ins Kodak Theatre gebracht. Um auf Nummer sicher zu gehen, lernt das Duo die Namen der Gewinner auch auswendig. Während der Show stehen die beiden Männer hinter der Bühne und geben die Umschläge erst kurz vor dem Auftritt der jeweiligen Oscar-Verleiher aus der Hand.
Die Academy Awards werden in diesem Jahr zum 82. Mal verliehen. Neben "Avatar" und "The Hurt Locker" mit jeweils neun Nominierungen treten Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" mit acht Anwartschaften in den Ring, gefolgt von "Precious" und "Up in the Air" mit je sechs Gewinnchancen. Der österreichische Regisseur Michael Haneke tritt mit seinem von Deutschland nominierten Film "Das weiße Band" im Wettstreit um den "Besten nicht-englischsprachigen Film" an. Sein Kameramann Christian Berger darf auf eine Trophäe in der Kamera-Kategorie hoffen. Die größten Chancen werden in der Nebendarsteller-Kategorie Christoph Waltz ("Inglourious Basterds") eingeräumt.
(apa/red)
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