Griechen lassen es schon wieder krachen:
Zusammenstöße bei Protestkundgebungen
- Regierung verabschiedet Sparpaket im Parlament

·Proteste in Athen:
"Greift zu den Waffen"
BILDER: Streiks legen ganz Griechenland lahm
·Die Griechen werden zur Kasse gebeten
Erhöhte Mehrwertsteuer als Teil des Sparkurses
·Athens Verschuldung
läuft wie geschmiert
Die Korruption hat Land
und Leute fest im Griff
·Keine Gnade für
die Pleite-Griechen
Euroländer zwingen Athen
zu drastischem Sparkurs
Aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung haben Arbeitnehmer in ganz Griechenland die Arbeit niedergelegt. Im Zentrum Athens demonstrierten am Freitag rund 3.000 Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME. Bei einer Kundgebung kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen jungen Demonstranten und der Polizei. Das griechische Parlament verabschiedete unterdessen das harte Sparpaket.
Das "Gesetz zum Schutz der Wirtschaft" betrifft Teile des Reformplans in einem Umfang von insgesamt 4,8 Milliarden Euro, mit dem die Regierung in Athen das schuldengeplagte Land aus der Krise führen will. Die griechischen Gewerkschaften im öffentlichen und privaten Sektor riefen unterdessen für den 11. März zu einem landesweiten Streik auf.
Griechenland versucht, einen Schuldenberg von 300 Milliarden Euro abzutragen. Athen steht unter massivem Druck der Europäischen Union, die sich um die Stabilität der Gemeinschaftswährung Euro sorgt. Insgesamt will die Regierung die Ausgaben in diesem Jahr um 16 Milliarden Euro reduzieren, um die Gefahr eines drohenden Staatsbankrotts zu bannen.
(apa/red)
