Oh du glückliches Österreich, urlaube: Auch
die Krise kann der Reiselust nichts anhaben
- Sattes Plus von 8,4 Prozent bei mehrtägigen Urlauben
- Jeder zweite Reisende wählt sein Ziel im Heimatland

·Haben Urlauber vom
Schnee die Nase voll?
Gäste aus dem Ausland
lassen sich bisher lumpen
·Wiener Tourismus
kämpft um Besucher
14 Millionen Euro gegen
das Nächtigungsminus
·Billigfliegen hat
ein Ablaufdatum
Ticketpreise ziehen laut
Studie wieder stark an
Wir haben also Krise? Interessant. Herr und Frau Österreicher werden sich später darum kümmern - erst mal geht es ab in den Urlaub. Um dem Österreicher seine Reiselust auszutreiben, bedarf es nämlich mehr als einer Jahrhundertkrise. Das beweist die Urlaubsstatistik des vergangenen Jahres: 17,2 Millionen Urlaubsreisen in nur einem Jahr sprechen für sich.
Rund 5,34 Millionen oder drei von vier Über-15-Jährigen begaben sich im Vorjahr auf einen mehrtägigen Urlaub - trotz explodierender Arbeitslosigkeit und miserabler Konjunktur wurde damit sogar um 8,4 Prozent mehr geurlaubt als im Jahr 2008. Einen Boom erlebten auch die Kurztripps, hier war im Vorjahr eine Steigerung von 15,4 Prozent zu verzeichnen.
"Am schönsten ist es immer noch zu Hause", dachte sich jeder zweite Österreicher: So wurden 52,4 Prozent aller Urlaube in Österreich verbracht. Ein stattliches Plus von 20,6 Prozent gab es bei Kurztrips im Inland. Im Ausland verweilten die meisten (73,0 Prozent) hingegen länger als vier Nächte. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer für bei In- und Auslandsurlauben betrug unverändert 5,6 Tage.
Italien bleibt Favorit
Das beliebteste Reiseland - nach Österreich - war weiterhin Italien (21,3 Prozent), gefolgt von Deutschland (13,4 Prozent) und Kroatien (10,9 Prozent). Der Anteil der Fernreisen reduzierte sich von 10,9 auf 9,5 Prozent.
Das Hauptreisemotiv war der Besuch von Verwandten und Bekannten (22,3 Prozent). Bei Inlandsurlauben stand die sportliche Betätigung an erster Stelle (27,7 Prozent). Besuche (26,5 Prozent) und Erholung (18,5 Prozent) waren ebenfalls wichtige Gründe zum Verreisen. Im Ausland standen Kultur, Besichtigung und Städteurlaube (29,4 Prozent) im Zentrum. Motiv Nummer zwei waren Strand- und Badeaufenthalte (21,1 Prozent).
Bei den Geschäftsreisen machte sich die Krise doch bemerkbar. Die Zahl der Dienstreisen brach um 11,9 Prozent auf 4,1 Mio. ein. Insgesamt unternahmen im Vorjahr 1,14 Mio. Österreicher ab 15 Jahren Geschäftsreisen, wobei etwas mehr als die Hälfte der Trips im Inland stattfand und 77,6 Prozent nicht länger als drei Nächte dauerten. Hauptdestination im Ausland war Deutschland.
(apa/red)
