Lufthansa hält AUA-Vorständen die Treue:
Schaffen Malanik und Bierwirth Kehrtwende?
- Schwarze Zahlen innerhalb von zwei Jahren Pflicht
- Lufthansa schreibt im Vorjahr Verlust von 112 Mio.

·Lufthansa hält AUA-
Vorständen die Treue
Schwarze Zahlen für
Malanik & Bierwirth Pflicht
·Personalkahlschlag
bei der AUA-Luftfracht
Jeder vierte Mitarbeiter
muss am 1. Juli gehen
Die Deutsche Lufthansa will bald alle Töchter profitabel sehen. "Und davon ist die AUA noch weit entfernt", sagte Lufthansa-Vorstand und AUA-Aufsichtsrat Stefan Lauer. In zwei Jahren erwartet sich die Lufthansa schwarze Zahlen von der AUA. Dafür verantwortlich bleiben die beiden auf zwei Jahre wiederbestellten Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth.
"Die AUA ist noch weit davon entfernt, profitabel zu sein", beklagte Lauer im "Standard" und ließ jedenfalls keine Zweifel, dass die AUA weiter eisern sparen muss: "Die AUA ist auf Dauer aufgefordert, ihre Stückkosten zu senken, die Strukturen und Abläufe zu verbessern. Vieles stehe auf dem Prüfstand, so gelte es, den Vertrieb und die IT zu optimieren. Von den Betriebsräten wird "in wenigen Wochen" ein Ergebnis erwartet, das die Personalkosten nachhaltig senkt.
Ein fixes Ticket für die nächsten zwei Jahre haben indes die beiden AUA-Vorstände Malanik und Bierwirth. Malaniks Vertrag wurde bereits im Dezember verlängert, der von Bierwirth wird jetzt im März erneuert, so Lauer dem "Standard".
Einigung gebe es mittlerweile über einen neuen Vertrag mit der OMV. Der Lufthansa waren die Kerosin-Kosten ab Wien zu hoch. Auch wenn Lauer betone, es sei nicht die Absicht, Verkehr aus Wien abzuziehen, werde der Flughafen weniger Geschäft mit seinem Hauptkunden machen, heißt es im Bericht weiter. Durch die Verkleinerung der AUA-Technik schrumpfe der Bedarf an Hangar-Flächen, was die Mieten reduziere.
Lufthansa schreibt Verluste
Für die Lufthansa war das Jahr 2009 mit einem Verlust wenig erfreulich, immerhin steht die Mutter der AUA aber deutlich besser als ihre großen Wettbewerber da. Die größte europäische Airline erwirtschaftete einen Verlust von 112 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr hatten dem Konzern unter anderem der massive Preisdruck, die gesunkene Nachfrage und der hohe Ölpreis zu schaffen gemacht.
Als Konsequenz aus der Bilanz will die Lufthansa keine Dividende zahlen. Die Aktie reagierte mit einer Berg- und Talfahrt auf die Nachricht. Mit einem Plus von 3,5 Prozent war sie gegen 13.30 Uhr größter Gewinner im DAX.
(apa/red)
