Mittwoch, 3. März 2010

Achtung, Eifersucht gibt es auch unter Tieren! Die Folgen sind meist unangenehm.

  • Warum unsere Haustiere eifersüchtig werden können
  • Maßnahmen um tierische Eifersucht vorzubeugen

Vielleicht empfinden unsere Hunde und Katzen Eifersucht nicht in derselben Form wie wir Menschen, sicher ist jedoch, dass sie es sehr wohl spüren, wenn sie zurückgesetzt oder ausgeschlossen werden. Ob Babykätzchen oder Zweithund aus dem Tierheim spielt dabei keine Rolle. Allerdings zeigt sich Eifersucht bei Tieren oft auf sehr unterschiedliche Weise. Während die eine Katze unsauber wird, reagiert ein Hund etwa mit Ungehorsam. Andere wiederum verweigern das Futter oder zeigen stressbedingt Symptome wie Haarausfall, übertriebenes Kratzen oder Schlecken. In seltenen Fällen kann Eifersucht auch zu Aggressionen führen. Entscheidend ist aber immer, dass der Tierhalter durch sein Verhalten den Tieren gegenüber maßgeblich dafür verantwortlich ist, ob Eifersucht überhaupt erst entsteht.

Richiges Verhalten
Wer beschließt, zu seinem Tier ein zweites auf­zunehmen, sollte bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass sein Ersttier noch vor Einzug des Neuankömmlings mit dessen Geruch (etwa durch eine mitgebrachte Decke) vertraut gemacht wird. Der Halter sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass ungerechtfertigte Maßregelungen oder Bevorzugungen eines der Tiere Eifersucht auslösen können.Man braucht viel Feingefühl, um zu erkennen, wann es nötig ist einzugreifen. Renate Simon, Geschäftsführerin des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung, erklärt: „Eifersucht entsteht, wenn sich Tiere in ihrem bisherigen Familienrang aufgrund eines anderen Tieres oder auch eines Menschen ­zurückgesetzt fühlen.“ Um seine Position wiederzuerlangen, wird das Tier natürlich ver­suchen, diesen Eindringling wegzudrängen. Renate Simon: „Dies kann ernste Probleme verursachen. Deshalb sollten die Tiere langsam an neue Situ­ationen herangeführt werden.“

Massnahmen gegen Eifersucht
Man muss den Tieren eine Eingewöhnungszeit gewähren, in der es auch zu Auseinandersetzungen kommen kann. Wichtig ist, dass der Halter sich gegebenenfalls an einen Verhaltensspezialisten wendet. Und in Fällen, in denen sich Tiere gar nicht kombinieren lassen, muss man zum Wohle aller für das neu dazugekommene Tier wohl ein anderes Zuhause finden.

Isabel Finsterwalder

Haben Sie Fragen, dann schicken Sie diese an Isabel Finsterwalder unter tierwelt@news.at /b>

3.3.2010 22:53