Vom AMS zum Bundesheer: Arbeitslose
sollen für Hilfsdienste rekrutiert werden
- Änderungen geplant: Kooperation mit AMS möglich
- Damit Rekruten mehr Zeit für ihre Ausbildung haben

Das Bundesheer plant mehrere Änderungen im Bereich Grundwehrdienst. Zum einen sollen angesichts steigender Untauglichen-Zahlen die Tauglichkeitskriterien angepasst werden. Zum anderen ist eine Zusammenarbeit mit dem AMS angedacht - Arbeitslose sollen für Hilfsdienste eingesetzt werden, damit den Rekruten mehr Zeit zur Ausbildung bleibt.
Bei der Zusammenarbeit mit dem AMS geht es darum, dass Soldaten immer öfter für Hilfsdienste bzw. als sogenannte Systemerhalter (Köche, Schreiber, etc.) herhalten müssen. Da aber die "jungen Staatsbürger für solche Funktionen zu schade sind", sollen sie von diesen Hilfsdiensten weggebracht werden und mehr Zeit für die Ausbildung bekommen. Das Bundesheer überlegt, Arbeitssuchende für diese Job anzuheuern, werden Medienberichte bestätigt. Für Commenda eine Win-Win-Situation: Arbeitssuchende bekommen eine Chance, der Arbeitsmarkt werde entlastet und Rekruten haben mehr Zeit für die Ausbildung.
Drehen will das Militär auch an der Tauglichkeitsschraube. Da in den letzen Jahren die Zahl der Untauglichen stets gestiegen ist, orten die Militärs Änderungsbedarf. Die jungen Männer seien in den letzten zehn bis 20 Jahren ungesünder, körperlich unflexibler und schwerer geworden. Das sei eine Gesellschaftsentwicklung, die man "besorgt aber zur Kenntnis nehmen muss", so der Stellvertretende Chef des Generalstabs, Othmar Commenda, im Gespräch mit der APA am Donnerstag. Diese Vorschläge sind Teil eines aktuellen Evaluierungsberichts über den Stand der Bundesheer-Reform.
(apa/red)

