Erleichterung nach Sieg über Dänemark: Kapitänsstreit im Nationalteam beigelegt
- Janko über Scharner: "Jetzt noch bessere Freunde"
- Wallner: "Darf Sieg aber auch nicht überbewerten"

·Erleichterung nach Sieg über Dänemark
Spieler zufrieden. Auch Kapitänsstreit beigelegt
·Erfolgreicher Start ins wichtige Jahr 2010
Österreichs Team schlägt WM-Starter Dänemark
·Kavlak, Schiemer & Scharner die Besten
EINZELKRITIK der ÖFB-
Spieler gegen Dänemark
·Janko im Schatten von Wallner, Schiemer
Untypische Treffer der beiden Salzburg-Spieler
·Arnautovic führt
U21-Team zum Sieg
3:0-Testspielerfolg von Österreich vs. Dänemark
Bei den österreichischen Teamspielern war nach dem 2:1-Sieg gegen Dänemark große Erleichterung zu spüren. Durch den ersten Erfolg zum Auftakt eines Länderspiel-Jahres seit 2002 traten die Personaldiskussionen der vergangenen Tage in den Hintergrund, auch in der Kapitänsfrage wurde wieder Frieden geschlossen.
"Paul Scharner hat mir gut gefallen. Wir sind jetzt wieder gut miteinander", meinte Teamchef Dietmar Constantini, der dem Wigan-Legionär die Schleife abgenommen und an Marc Janko weitergereicht hatte. Scharner hatte sich danach über die Art und Weise seiner Degradierung beschwert, war seinem Nachfolger aber nicht mehr böse. "Marc und ich haben gesagt, wir sind wieder Freunde."
Auch Janko betonte die gute Beziehung zu Scharner. "Ich verstehe mich mit ihm sehr gut, jetzt sind wir noch bessere Freunde. Er gönnt mir das auch sehr", behauptete der Salzburg-Goalgetter. Einmal mehr war der Niederösterreicher bemüht, die Bedeutung seines neuen Amts zu relativieren. "Das einzige, was sich geändert hat, war, dass ich vor dem Spiel mehr Interviews geben musste."
"Sieg war sehr wichtig"
Angesichts des erfolgreichen Einstandes fiel das Frage-Antwort-Spiel mit den Journalisten umso leichter. "Der Sieg war sehr wichtig. Wir haben defensiv eine sehr kompakte Leistung geboten, gut verschoben und die Räume eng gemacht. Man merkt, dass die Mannschaft zusammenwächst. Im Vergleich zum Spanien-Match, wo wir 70 Minuten lang gegen das beste Nationalteam der Welt gespielt haben, war das ein Schritt nach vorne."
Seine vergebene Großchance hat der 26-Jährige locker verschmerzt. "Geärgert hätte ich mich nur dann, wenn wir noch den Ausgleich bekommen hätten." Für Janko sprangen mit Franz Schiemer und Roman Wallner zwei seiner Clubkollegen als Torschützen in die Bresche. "Man darf diesen Sieg aber auch nicht überbewerten. Die Dänen haben einen guten Namen und sich für die WM qualifiziert, doch sie haben nicht in Bestbesetzung gespielt", gab Wallner zu bedenken.
Durch den Erfolg über den Europameister von 1992 könne man gelassener an der bevorstehenden Aufgaben herangehen. "Der Sieg war fürs Selbstvertrauen wichtig. Jetzt kehrt wieder Ruhe ein", sagte Wallner. Ähnlich äußerte sich Schiemer: "In dieser Marschrichtung kann es weitergehen. Man hat wieder einen leichten Schritt nach vorne gesehen."
Schiemer als Goalgetter
Der Defensivspieler stellte einmal mehr seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis, schließlich hatte er unter anderem schon beim 1:1 des ÖFB-Teams in Rumänien und in zwei Europa-League-Partien der Salzburger getroffen. "Ein kopfballstarker Spieler wie ich muss schauen, bei jeder Standard-Situation ein Tor zu erzielen", meinte Schiemer.
Der Oberösterreicher kam erstmals im Nationalteam im zentralen defensiven Mittelfeld zum Einsatz, während er diese Position bei Salzburg schon des öfteren eingenommen hatte. "Am Anfang war das nicht leicht für mich, aber ich finde immer besser hinein. Mir taugt es, denn da kann ich mehr Akzente im Spiel nach vorne setzen."
(apa/red)
