Constantinis Euphorie nach Sieg begrenzt:
"Werde das Ergebnis nicht überbewerten"
- Teamchef sah gute & schlechte Phasen gegen Dänen
- Sonderlob für Trio - Rennen um Nummer eins offen
·Erleichterung nach Sieg über Dänemark
Spieler zufrieden. Auch Kapitänsstreit beigelegt
·Erfolgreicher Start ins wichtige Jahr 2010
Österreichs Team schlägt WM-Starter Dänemark
·Kavlak, Schiemer & Scharner die Besten
EINZELKRITIK der ÖFB-
Spieler gegen Dänemark
·Janko im Schatten von Wallner, Schiemer
Untypische Treffer der beiden Salzburg-Spieler
·Arnautovic führt
U21-Team zum Sieg
3:0-Testspielerfolg von Österreich vs. Dänemark

Bei Österreichs Fußball-Teamchef Dietmar Constantini hat sich auch am Tag nach dem 2:1 im Testspiel gegen Dänemark die Euphorie in Grenzen gehalten. Bei aller Zufriedenheit über den ersten erfolgreichen Start ins Länderspieljahr seit 2002 wies der Tiroler auch auf Mängel hin und übte sich nach dem Sieg über den WM-Starter im Tiefstapeln.
"Ich werde das Ergebnis nicht überbewerten. Es war ein Kampfspiel, wir hatten so wie die Dänen gute und schlechte Phasen", analysierte der 54-Jährige und sprach den günstigen Spielverlauf und das fast geschenkte 2:1 durch Roman Wallner an. "Es ist schon genial, wenn ein Spieler von der Größe vom Roman im Strafraum aus drei Metern zum Kopfball kommt."
An seiner Mannschaft habe ihm gefallen, dass sie "phasenweise gut rausgespielt und gut über die Seiten gekommen ist". Allerdings war bei weitem nicht alles eitel Wonne. "Manchmal haben wir hinten zu viel riskiert. Wir haben hinten zu lange den Ball gehalten, das haben wir noch nicht in uns drin", bemängelte Constantini.
Sonderlob für ein Trio
Sonderlob gab es von Constantini unter anderem für Ekrem Dag, der bei seinem Debüt als rechter Außenverteidiger agierte, für den vor allem in der ersten Hälfte starken Veli Kavlak und für den diesmal schnörkellos agierenden Innenverteidiger Paul Scharner. Angesichts des weitgehend gelungenen Auftritts seiner Truppe wird der Tiroler wohl auf weitere Personal-Experimente verzichten: "Übertreiben tu ich es nicht. Jetzt ist ein Block da."
An seinem Stamm dürfte sich trotz der Mittwoch-Erfolge des U21-Teams (3:0 gegen Dänemark) und der U20-Auswahl (3:1 in Italien) nichts Gravierendes ändern. "Es freut mich, dass die Nachwuchs-Mannschaften gewonnen haben, aber ich kann keinen 100-Mann-Kader einberufen", meinte der ÖFB-Teamchef.
Reden über Marko Arnautovic
Auffällig agierte am Mittwoch in der U21-Truppe von Andreas Herzog vor allem Inter-Mailand-Legionär Marko Arnautovic, der sich ein Gespräch mit Constantini wünscht. "Ich werde einmal mit Herzog reden", kündigte der Teamchef an.
Während Arnautovic ohne Spielpraxis wohl auch in Zukunft keine Berücksichtigung finden wird, darf sich Düsseldorf-Legionär Martin Harnik Chancen auf eine Nominierung im nächsten Match am 19. Mai in Klagenfurt gegen Kroatien ausrechnen. Auch der im Moment verletzte Tormann Jürgen Macho wird dann wohl wieder dem Kader angehören, obwohl sich Constantini für die Kroatien-Partie bereits festlegte: "Da wird Helge Payer spielen."
Offenes Rennen um die Nummer eins
Das Rennen um die Nummer eins in der im September mit dem Heimspiel gegen Kasachstan beginnenden EM-Qualifikation ist aber völlig offen. Es scheint sogar möglich, dass die ÖFB-Elf ohne deklarierten Stammgoalie in die ersten Pflichtspiele des Jahres geht, denn "Konkurrenz belebt das Geschäft", betonte Constantini.
(apa/red)
