Der Ohrring des Diego Maradona: Stürmer Miccoli gibt ersteigertes Stück zurück
- Italiener hatte Diamanten bei Auktion ersteigert
- Fußball-Legende schuldet dem Fiskus 37 Mio. Euro

Fabrizio Miccoli, Stürmer des italienischen Erstligisten US Palermo, der als anonymer Käufer bei einer Auktion im Jänner in Bozen für 25.000 Euro einen Ohrring von Diego Maradona ersteigert hatte, will Argentiniens Nationalcoach den Diamanten zurückgeben. "Es ist mein Wunsch, Maradona seinen Ohrring zurückzugeben. Er ist seit jeher mein Held. Ihm zu Ehren habe ich meinen Sohn Diego genannt. Als Kind wollte ich unbedingt ein Foto mit ihm haben", sagte der 30-jährige Miccoli im Gespräch mit der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".
Am liebsten wäre Miccoli nach München gereist, um Maradona am Rande des Länderspiels Deutschland-Argentinien am Mittwoch den Ohrring zu gehen. "Ich wäre gern nach Deutschland geflogen, doch es ist jetzt nicht möglich. Früher oder später werde ich aber mit einem Manager ein Treffen mit Maradona organisieren", sagte der Spieler.
Der Ohrring, der im September von den italienischen Steuerbehörden beschlagnahmt worden war, wurde in Miccolis Auftrag von einer Frau erworben, die ihren Namen nicht bekanntgab. Der Ausrufungspreis lag bei 4.000 Euro.
Der Ohrring war beschlagnahmt worden, als sich der einstige Weltklassespieler in einer Klinik in Meran aufhielt, um abzunehmen. Nach Medienangaben soll Maradona den italienischen Finanzbehörden noch Steuern in Höhe von 37 Millionen Euro schulden. Bei einem Aufenthalt in Italien vor drei Jahren waren von Maradona bereits zwei Uhren einer Edelmarke und 2005 das Honorar für eine Fernsehshow beschlagnahmt worden. Der aktuelle argentinische Teamchef hatte SSC Napoli als Spieler zu den Meistertiteln 1987 und 1990 geführt.
(apa/red)
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