Donnerstag, 4. März 2010

Schweres Erdbeben lässt Taiwan erzittern:
Herabfallende Dinge verletzen elf Menschen

  • Stärke 6,4: Feuerwehr musste fünf Brände löschen
  • Betrieb der Hochgeschwindigkeitszüge eingestellt

Ein Erdbeben hat den Süden Taiwans erschüttert. Die Erdstöße hätten eine Stärke von 6,4 erreicht, teilte der geologische Dienst der USA mit. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden elf Menschen durch herabfallende Gegenstände verletzt. Die Feuerwehr musste fünf Brände löschen.

Das Beben war sogar in der Hauptstadt Taipei im Norden des Inselstaats zu spüren. Dort wackelten Gebäude für einige Minuten. Der Betrieb der Hochgeschwindigkeitszüge wurde eingestellt.

Medienberichten zufolge liefen in der Hafenstadt Kaohsiung zahlreiche Menschen in Panik auf die Straße, als der Erdstoß Häuser zum Wanken brachte. In der südtaiwanesischen Stadt Nantou fiel die Strom- und Wasserversorgung aus. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) in der rund 70 Kilometer von Kaohsiung entfernten Gemeinde Jiahsian.

Taiwan liegt in einer seismisch aktiven Zone und wird häufig von Erdbeben erschüttert. 1999 kamen bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,6 in Zentraltaiwan über 2300 Menschen ums Leben. Es war die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes.

(apa/red)

4.3.2010 11:58