Gegen Bärenjuden, Hundeschwänze und Toasts: Facebook-Protest gegen Rosenkranz
- Unfreiwilliger Sympathiewettstreit der FPÖ-Kandidatin
- "Hat dieses Grammatikfehler mehr Unterstützer?"
·Duell mit Bärenjuden und Hundeschwänzen
Facebook-Protest gegen FP-Kandidatin Rosenkranz
·Strafanzeige gegen Barbara Rosenkranz
Wiederbetätigung der Hofburg-Kandidatin?
·Geht der Schuss der FPÖ nach hinten los?
Experte: Rosenkranz könnte Fischer nützen
·Asozial 2.0: Neuer Skandal auf Facebook
Gruppe hetzt gegen
Down-Syndrom-Kinder
·"sperrt kampusch wieder in den keller"
Facebook-Skandal: Gruppe bereits gelöscht

Arme Frau Rosenkranz. Schießen sich nach ihren umstrittenen Aussagen politische Konkurrenten, Religionsgemeinschaften und Juristen auf die blaue Hofburg-Kandidatin ein, so formiert sich jetzt auch die Facebook-Community, um gegen die Verbotsgesetz-"Allergikerin" zu protestieren. Und lässt sie im unfreiwilligen Sympathiewettstreit gegen Bärenjuden, Hundeschwänze, Toasts, Geschichtsbücher, bunte Luftballons und (Schreck-)Schrauben antreten.
Insgesamt beschäftigen sich 57 Gruppen und 13 Seiten (Stand 05.03.2010 11 Uhr) mit der freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidatin, gespickt mit den in Mode gekommenen skurrilen Sympathiewettbewerben als satirische Form der Kritik. Neben den bereits erwähnten Konkurrenten stechen aber vor allem zwei Gruppen hervor: "Kann dieses Grammatikfehler mehr Unterstützer haben als Barbara Rosenkranz?" mit bisher 506 Mitgliedern sowie "Ich bete lieber den Rosenkranz, bevor ich für Barbara Rosenkranz stimme", der derzeit 495 Mitglieder angehören.
"Rosenkranz zurück an den Herd"
Einen weiten Weg noch vor sich hat die Gruppe "Eine Million Österreicher gegen Barbara Rosenkranz!" mit 8.160 Mitgliedern. Doch sind es bis zur Wahl am 25. April ja noch ein paar Wochen. Als Reaktion auf Rosenkranz' Aussage, "Feminismus ist ein Irrweg", kann vermutlich der Beitrag "Barbara Rosenkranz zurück an den Herd" verstanden werden, den 1.150 Mitglieder unterstützen.
Auch Österreichs südlichstes Bundesland leistet im Facebook-Kampf um die Hofburg seinen Beitrag, doch sind nur 45 Mitglieder der Meinung, dass Kärnten die zehnfache Mutter unterstützen soll. Falls es diese unerwartet doch in die Hofburg schaffen sollte, so werden vier Facebook-Gruppen samt Mitgliedern auswandern, was nach derzeitigem Stand etwa 750 Menschen weniger in Österreich ausmachen würde.
Die mit Abstand populärste Anti-Rosenkranz-Gruppe ist aber die simpel formulierte "Gegen Barbara Rosenkranz als Bundespräsidentin", die 39.285 Mitglieder zählt. Das "Für ..."-Pendant hingegen kommt nur auf schlappe 11, "Barbara Rosenkranz für President" auf 84 Mitglieder. Auch die offizielle Barbara Rosenkranz-Seite kämpft mit 265 Fans noch mit begrenztem Zuspruch.
Strache unerreicht
Trotz allem: Mit ihrem Parteichef kann Frau Rosenkranz nicht mithalten, zählt die fast schon kultige Gruppe "Kann dieser seelenlose Ziegelstein mehr Freunde haben als H.C. Strache?" mittlerweile 157.166 Mitglieder. (hoa)
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