Mittwoch, 3. März 2010

Nichts Neues aus dem freiheitlichen Eck:
Frau Rosenkranz lebt weiterhin im Gestern

  • NEWS.at-Kommentar über blaues Hofburg-Kalkül

Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes, Zweifel an Gaskammern als "freie Meinungsäußerung", die Verteidigung ihres rechtsextremen Gatten und der Feminismus als Irrweg - Barbara Rosenkranz hat bereits einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe ihrer Präsidentschaftskandidatur eindrucksvoll bewiesen, dass sie weiterhin im Gestern lebt. Oder ist das einfach nur blaues Hofburg-Kalkül?

Es war zu erwarten, ...

... dass die Ikone der Rechten die Öffentlichkeit mit ihrem revisionistischen Gedankengut "beglücken" wird.

... dass eben dieses Gedankengut von Anfang an im Mittelpunkt der Medien stehen wird.

... dass genau damit das konservative und rechte Wählerpotenzial abgeschöpft werden soll.

... dass SPÖ, Grüne, IKG und DÖW genau diese Aussagen aufs Schärfste verurteilen werden.

... dass Rosenkranz und die gesamte FPÖ dadurch in gewohnter Art und Weise in die Rolle des geschundenen Opfers schlüpfen können.

... dass Sprachrohr Kickl diese Attacken als "Hetzkampagne" bezeichnet, die seiner Meinung nach die "Nervosität der politischen Mitbewerber" zeige.

... dass die FPÖ durch die wohl kalkulierte Polarisierung genau das erreicht, was sie mit der Hofburg-Kandidatur bezwecken wollte: Aufmerksamkeit. Und zwar so viel wie möglich vor der wichtigen Wiener Wahl.

Aber vielleicht wird das strategische Denken der Freiheitlichen auch maßlos überschätzt, und vielleicht gibt Frau Rosenkranz einfach nur das von sich, was sie in ihrer Schulzeit zwischen 1964 und 1976 gelernt hat. Als Österreich noch das erste Opfer des Nationalsozialismus war.

(hoa)

3.3.2010 15:50
King_Salomon, 04. 03. '10 13:12
Für die Fehler, die F salonfähig gemacht zu haben...
zahlen wir jetzt. Schüssel, der das alles verursacht hat, wird als großer Held mit einem 200k € Job belohnt, zurück bleibt eine erstarkte F mit nun einer der ganz rechten Ecke zugeordneten Frau, die bereits am ersten Tag ihren braunen Müll über uns ausbreitet. Es ist leider alles legal, denn das haben die F-ler ganz genau gelernt, nämlich zwischen den Zeilen all das zu kommunizieren, was auf den Zeilen selbst verboten war. Dann kommen halt die Meldungen - "ich bezieh mich nur auf das, was ich in der Schule gelernt habe". Auch ich war in der Schule, aber bei uns hat der G.Unterricht nach dem 1. Weltkrieg aufgehört. War es Zeitnot oder bewusstes nicht darüber reden wollen? dafür haben wir es jetzt auf dem Teller. Nein danke, diese Suppe ess ich nicht!
Dantine, 03. 03. '10 23:51
Ultrarechts
Also: Ich möchte die Lehrer aus dieser Zeit in Schutz nehmen!
So verqueres Gedankengut wurde uns auch vorher nicht vorgesetzt!
So etwas kann nur genetisch vorgegeben werden!
Einem denkenden Menschen kann heute so etwas nicht einmal mehr im Schlaf einfallen!
Daher mein Rat: "Nicht einmal ignorieren" - wie der Wiener sagt.