Nichts Neues aus dem freiheitlichen Eck:
Frau Rosenkranz lebt weiterhin im Gestern
- NEWS.at-Kommentar über blaues Hofburg-Kalkül

Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes, Zweifel an Gaskammern als "freie Meinungsäußerung", die Verteidigung ihres rechtsextremen Gatten und der Feminismus als Irrweg - Barbara Rosenkranz hat bereits einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe ihrer Präsidentschaftskandidatur eindrucksvoll bewiesen, dass sie weiterhin im Gestern lebt. Oder ist das einfach nur blaues Hofburg-Kalkül?
Es war zu erwarten, ...
... dass die Ikone der Rechten die Öffentlichkeit mit ihrem revisionistischen Gedankengut "beglücken" wird.
... dass eben dieses Gedankengut von Anfang an im Mittelpunkt der Medien stehen wird.
... dass genau damit das konservative und rechte Wählerpotenzial abgeschöpft werden soll.
... dass SPÖ, Grüne, IKG und DÖW genau diese Aussagen aufs Schärfste verurteilen werden.
... dass Rosenkranz und die gesamte FPÖ dadurch in gewohnter Art und Weise in die Rolle des geschundenen Opfers schlüpfen können.
... dass Sprachrohr Kickl diese Attacken als "Hetzkampagne" bezeichnet, die seiner Meinung nach die "Nervosität der politischen Mitbewerber" zeige.
... dass die FPÖ durch die wohl kalkulierte Polarisierung genau das erreicht, was sie mit der Hofburg-Kandidatur bezwecken wollte: Aufmerksamkeit. Und zwar so viel wie möglich vor der wichtigen Wiener Wahl.
Aber vielleicht wird das strategische Denken der Freiheitlichen auch maßlos überschätzt, und vielleicht gibt Frau Rosenkranz einfach nur das von sich, was sie in ihrer Schulzeit zwischen 1964 und 1976 gelernt hat. Als Österreich noch das erste Opfer des Nationalsozialismus war.
(hoa)
Causa Buwog14:44
KHG-Anwalt verurteiltAnklage wegen Urkundenunterdrückung - Jurist muss Geldstrafe zahlen
US-Präsidentschaftswahlen15:05
Romneys Klotz am BeinDer milliardenschwere Investor macht dem Obama-Rivalen das Leben schwer
Altkanzler in Ungarn13:52
Schüssel lobt OrbanEx-Kanzler bei Konferenz in Budapest: "Regierung verdient Achtung für ihre Arbeit"
