Kein gutes Standing für die Hofburg-Wahl:
Bei Relevanz Schlusslicht mit der EU-Wahl
- Umfrage: Österreicher erwarten sinkende Beteiligung
- Zwei Drittel der ÖVP-Anhänger unterstützen Verzicht

Nach dem Rückzieher der ÖVP geht die Mehrheit der Bevölkerung mit einer sinkenden Beteiligung bei der Bundespräsidentenwahl aus. In der Relevanz der unterschiedlichen Urnengänge ist sie Schlusslicht mit der EU-Wahl. Die entsprechenden Ergebnisse einer Online-Blitzumfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" sind nun veröffentlicht worden. Die ÖVP-Wähler stehen der Umfrage zufolge zu zwei Drittel hinter der Entscheidung der Parteiführung.
market hat 430 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen im Internet befragt. Rund 60 Prozent erklärten dabei, dass sie das Verhalten der Volkspartei nachvollziehen können und auch persönlich damit einverstanden sind. Nur jeder Fünfte spricht sich explizit dagegen aus.
Entsprechende Konsequenzen dürften dennoch nicht ausbleiben: 59 Prozent gehen sicher bzw. eher davon aus, dass die Beteiligung sinken wird. 56 Prozent rechnen damit, dass viele ÖVP-Wähler nicht zur Urne schreiten werden. 51 Prozent erwarten, dass viele Anhänger der Volkspartei den amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer wählen werden. 31 Prozent gehen davon aus, dass zahlreiche der ÖVP-Stimmen zu Alternativkandidaten, beispielsweise der FPÖ, wandern werden. 21 Prozent rechnen damit, dass wohl viele ungültig wählen werden.
Als besonders bedeutend wird die Bundespräsidentenwahl allerdings ohnehin nicht eingeschätzt: 85 Prozent halten die Nationalratswahl für sehr bzw. eher wichtig, im Fall der Gemeinderatswahlen sind es 83 Prozent. Die Landtagswahlen kommen auf 80 Prozent. Die Bundespräsidentenwahl erreicht dagegen wie die EU-Wahl nur 58 Prozent.
(apa/red)
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