Kandidat vor Irak-Wahl festgenommen:
Zahlreiche Anschläge vor Parlamentswahl
- Autobombe explodierte auf Parkplatz einer Moschee
- Mindestens 54 Verletzte - davon 33 iranische Pilger
·Iraker schreiten auch
in Österreich zur Urne
"Out of Country Voting" für die Parlamentswahl
·Blutige Attentate vor
den Wahlen im Irak
Terroristen bringen 27 Menschen ums Leben
·Anschlag auf Pilger im Irak: 46 Todesopfer
Selbstmordattentäterin sprengte sich in die Luft

Vor der Parlamentswahl sind im Irak bei einem Anschlag vier iranische schiitische Pilger getötet worden. Die Autobombe explodierte auf einem Parkplatz in der Nähe der Imam-Ali-Moschee von Najaf, einem Heiligtum der Schiiten, die in beiden Ländern die Mehrheit stellen. Nach Angaben von Ärzten wurden mindestens 54 Personen verletzt, darunter 33 iranische Pilger.
Im Vorfeld der Wahl war es wieder zu einer Serie von Terroranschlägen und Selbstmordattentaten gekommen. Allein in den vergangenen Tagen kamen 45 Menschen ums Leben. 19,8 Millionen Iraker sind am morgigen Sonntag aufgerufen, die 325 Mitglieder des Parlaments zu wählen. Es wurden 6218 Kandidaten aufgestellt.
Einen Tag vor der Parlamentswahl im Irak ist einer der Kandidaten unter Terrorverdacht festgenommen worden. Nach Angaben der Wahlkommission handelt es sich um Amer al-Janabi aus der Provinz Babylon, der für die sunnitische Konsensfront antreten wollte. Um Terroranschläge während der Wahl zu verhindern, galt bereits am Samstag ein Fahrverbot. Nach der Festnahme des Kandidaten in Babylon bewerben sich nun noch 6291 Kandidaten um die 325 Abgeordnetenmandate. Unter ihnen sind 1813 Frauen.
Gemäß der Verfassung gibt es bei diesem Urnengang letztmalig eine Frauenquote von 25 Prozent. Bei der nächsten Parlamentswahl sollen dann keine Sitze mehr für Frauen reserviert werden.
(apa/red)
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