Blutige Attentate vor den Wahlen im Irak:
Terroristen bringen 27 Menschen ums Leben
- Bakuba: Vier Bomben innerhalb kürzester Zeit
- "Allianz für den Rechtsstaat" bei Umfragen vorne
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Todesurteil hingerichtet

In der irakischen Stadt Bakuba haben Terroristen ein fürchterliches Blutbad angerichtet. Dabei starben mindestens 27 Menschen, 42 wurden verletzt. In der Stadt detonierten binnen kürzester Zeit vier Bomben. Zuerst detonierte eine Autobombe neben einer Polizeiwache, dann zündeten die Terroristen eine zweite Autobombe an einer Straßensperre vor dem Gebäude des Provinzrates.
Als die Helfer die Verletzten in ein Krankenhaus brachten, zündete ein Selbstmordattentäter dort mitten unter ihnen einen Sprengstoffgürtel. Dabei wurde unter anderen der Direktor des Krankenhauses verletzt. Kurze Zeit später detonierte noch eine weitere Autobombe in Bakuba neben einer Straßensperre des Zivilschutzes.
Seit Anfang Februar nimmt die Zahl der Sprengstoffanschläge und Attentate wieder zu. Viele Iraker führen dies auf die an diesem Sonntag durchzuführende Parlamentswahl zurück. In der 65 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba leben hauptsächlich sunnitische und schiitische Araber.
Vor den Wahlen liegt das vom schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki angeführte Bündnis laut Umfragen in Führung. Die "Allianz für den Rechtsstaat", in der rund vierzig Parteien und Gruppierungen zusammengeschlossen sind, bekäme knapp 30 Prozent der Stimmen. Der oppositionelle "Nationale Block" aus insgesamt 63 Gruppen unter dem säkular orientierten früheren schiitischen Regierungschef Iyad Allawi würde demnach auf einen Stimmenanteil von etwa 22 Prozent kommen. Die schiitische religiöse "Nationale Allianz", der die pro-iranische Partei "Oberster Islamischer Rat" und die Sadr-Bewegung des radikalen Predigers Muktada al-Sadr angehören, käme auf 17 Prozent der Stimmen. (apa/red)
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