Deutsch soll in der EU gesprochen werden:
Strasser & Co. fordern neue Arbeitssprache
- Sowohl Berlin als auch Wien an Reform interessiert
- Deutsch mit der größten Anzahl an Muttersprachlern

Konservative Abgeordnete aus Österreich und Deutschland drängen darauf, Deutsch als Arbeitssprache in dem neu zu schaffenden Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) einzuführen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem CSU-Europaabgeordneten Manfred Weber erklärte ÖVP-Delegationschef Ernst Strasser in Brüssel, er habe sowohl aus den Außenministerin in Berlin und Wien positive Signale gehört, sich dafür einzusetzen. "Die sind sehr interessiert und das wird nicht der letzte Schritt in diese Richtung sein".
In einer parlamentarischen Anfrage an die EU-Außenministerin Catherine Ashton heißt es, dass Deutsch die Sprache mit der größten Anzahl an Muttersprachlern in der Europäischen Union sei. In fünf EU-Staaten sei sie Amtssprache, darüber hinaus zähle Deutsch zu den wichtigsten Fremdsprachen innerhalb der EU. "Dieses Faktum sollte der zu schaffende Europäische Auswärtige Dienst widerspiegeln. Wird sich die Hohe Vertreterin der Union und Vizepräsidentin der Kommission angesichts der Bedeutung der deutschen Sprache innerhalb der Europäischen Union dafür einsetzen, Deutsch als Arbeitssprache des Europäischen Auswärtigen Dienstes zu etablieren?", heißt es in der von Strasser, Weber sowie den deutschen EU-Abgeordneten Elmar Brok, Herbert Dorfmann, Christian Ehler, Monika Hohlmeier und Axel Voss unterzeichneten Anfrage.
Strasser, der sich freute, zum ersten Mal im EU-Parlament eine gemeinsame Pressekonferenz mit deutschen Kollegen abzuhalten, kündigte gleich für die Zukunft weitere "gemeinsame Aktionen mit unseren Freunden" an.
(apa/red)
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