Über Pausenclowns & erbärmliche Shows:
BZÖ und FPÖ im Duell auf unterstem Niveau
- Petzner und Kickl im Clinch mittels Aussendungen
- Streitpunkt: Rosenkranz' Präsidentschaftskandidatur
·Rosenkranz alles
andere als "heilig"
NEWS: Schon vor Jahren aus Kirche ausgetreten
·BZÖ hat keinen Hofburg-Kandidaten
Bucher gibt aber auch keine Wahlempfehlung ab

Dass es mit dem Verhältnis zwischen FPÖ und BZÖ nicht zum Besten steht, sollte spätestens nach dem Parteien-Wirrwarr rund um die FPK jedem bekannt sein. Wie hitzig die Atmosphäre zwischen Blau und Orange ist, belegt nun ein Clinch zwischen den Generalsekretären Petzner und Kickl, in dem rund um Fasching, Pausenclowns und erbärmliche Politshows auf unterstem Niveau duelliert wird.
Ausgangspunkt dabei war eine Aussendung Stefan Petzners, der von FPÖ-Politikerin Rosenkranz forderte, während ihrer Präsidentschaftskandidatur all ihre Parteiämter zurückzulegen. Dies, so der BZÖ-Generalsekretär, "gebiete der Anstand und ist in Österreich gelebte Praxis."
Die Antwort folgte prompt, genauer gesagt schon nach 40 Minuten, in der Petzners blaues Pendant Kickl seinem Kontrahenten ausrichtete, dass "der Fasching vorbei sei", sich der ehemalige Haider-Intimus aber trotzdem als "Polit-Pausenclown" zu positionieren versuche. Schließlich empfahl Kickl noch, das Amt des Bundespräsidenten "nicht für eine eigene, erbärmliche Politshow zu missbrauchen".
"Kein Platz für eine teure blaue Show"
Petzners Replik ließ nicht lange auf sich warten. Bereits flotte 16 Minuten später war er der Meinung, dass der Hofburg-Kampf schon längst entschieden sei und folglich "kein Platz ist für eine teure blaue Show einer Zählkandidatin, die ihr Gesicht für die parteipolitische Profilierung des Herrn Strache hergibt". Den Abschluss bildet eine provokante Frage: "Übrigens, Herr Kickl: Was kostet jetzt ihr Wahlkampf für eine Wahl, die längst entschieden ist?"
Dieser antwortet am nächsten Tag zwar nicht auf die Frage, unterstellt Petzner aber, "die eigene Ohnmacht innerhalb des BZÖ zu kaschieren". Zudem, so Kickl, kann "das ständige Gepoltere von Herrn Petzner nicht darüber hinwegtäuschen, dass man selbst liebend gerne in die Wahl gegangen wäre, aber man es sich am Ende einfach nicht zugetraut hat".
Und das ist der - vorläufige - Schlusspunkt eines für Außenstehende amüsanten Wortduells auf unterstem Niveau. Spätestens jetzt scheint klar zu sein, dass die ehemaligen Parteigenossen Petzner und Kickl nicht mehr die besten Freunde werden. Aber galt das nicht auch für Uwe Scheuch und Heinz-Christian Strache?
(hoa)
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