Killerkäse schlägt wieder zu: 89-jähriger Oberösterreicher ins Spital eingeliefert
- Patient durfte mittlerweile wieder nach Hause
- Insgesamt bereits 22 Fälle von Listeriose aufgetreten
·Gift-Quargel auch an Sozialmärkte geliefert
Käse stand noch bis
Ende Jänner in Regalen
·Ein 'Versehen' macht
Quargel zu Killerkäse
Betrieb gesteht Fehler
bei der Herstellung ein
·Nach Käse & Co. auch falsche Marillenknödel
Welche Lebensmittel sind tatsächlich noch "echt"?

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat einen weiteren Listeriose-Erkrankungsfall bestätigt. Bei einem 89-jährigen Oberösterreicher, der wegen Sepsis (Blutvergiftung) ins Spital kam, wurde Listeriose diagnostiziert. Der Patient sei aber mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden, berichtete die AGES. Der Infektionszeitpunkt lag eindeutig vor der Produktrücknahme am 23. Jänner 2010, betonte man.
In Summe sind in Österreich bisher 22 Fälle dem Listeriose-Ausbruch durch Verunreinigungen von Quargel der steirischen Firma Prolactal zuzuordnen. 2009 gab es zwölf Erkrankte, davon vier Todesfälle in Österreich. 2010 wurden zehn Erkrankte und davon ein Todesfall gezählt, wobei sich dieser schon am 26. Dezember 2009 ereignete, die Zuordnung zum Ausbruch aber erst 2010 bestätigt wurde. Unter den 22 Erkrankten waren 19 Männer und drei Frauen.
Bei der AGES betonte man, dass bis dato noch keine Infektion belegt wurde, die auf einen Quargelkonsum nach dem öffentlichen Produktrückruf am 23. Jänner 2010 zurückgeht.
(apa/red)
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