Schnarchen ließ Häftling ausrasten:
19-Jähriger stach auf Zellengenossen ein
- Schwer verletztes Opfer musste notoperiert werden
- Täter hatte nur noch zwei Monate Haft vor sich

Ein 19-jähriger Häftling hat in der Justizanstalt Hirtenberg (Bezirk Baden) auf seinen 35-jährigen Zellengenossen eingestochen. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Der Mann sei mittlerweile außer Lebensgefahr, bestätigte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.
Der Vorfall passierte gegen 4.00 Uhr. Das Schnarchen des 35-Jährigen soll den 19-Jährigen so wütend gemacht haben, dass er dem Schlafenden laut Vollzugsdirektion ein zugespitztes Streichmesser in den Bauch rammte. Anschließend soll der mutmaßliche Täter den Wachdienst alarmiert und sich wieder ins Bett gelegt haben. Der 35-Jährige wurde ins AKH Wien gebracht. Die beiden anderen Zellengenossen waren nicht beteiligt.
Der Beschuldigte, der wegen Raubes inhaftiert ist und in zwei Monaten entlassen worden wäre, sei geständig, hieß es. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchten Mordes gegen den Mann. Streitereien habe es zwischen den Zellengenossen schon öfter gegeben, so die Vollzugsdirektion. Handgreifliche Auseinandersetzungen seien bis dahin aber nicht vorgekommen.
(apa/red)
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