Israel lässt die Muskeln spielen: Luftwaffe
probt Langstreckeneinsätze gegen den Iran
- Rasches Betanken der Maschinen wird einstudiert
- Provoziert Iran mit Uran-Verlagerung Militärschlag?

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Iran könnte schon an einer Atomwaffe arbeiten
Die israelischen Luftstreitkräfte haben angesichts eines möglichen Konflikts mit dem Iran ihr Trainingsprogramm für Langstreckeneinsätze ausgeweitet, schreibt die "Jerusalem Post" am Wochenende in ihrer Internetausgabe. Vor allem soll das rasche Betanken von Maschinen an Startbahnen geübt werden, damit die Kampfflugzeuge so viel Treibstoff wie möglich aufnehmen können.
Wir sind uns bewusst, dass viele unserer Bedrohungen und Herausforderungen die Entwicklung von Fähigkeiten zu Langstreckeneinsätzen erfordern", erklärte ein hochrangiger Luftwaffenoffizier. Dies schließe das Wissen darüber ein, wie die Flugzeuge betankt werden müssten, damit sie über genügend Sprit für derartige Einsätze verfügten. Laut "Jerusalem Post" ist das Betanken von Maschinen an der Startbahn bei laufenden Motoren ein riskantes Manöver.
In der Vorwoche stellte die israelische Luftwaffe ein unbemanntes Flugzeug mit der Bezeichnung Heron TP in Dienst. Die Drohne verfügt über die Flügelspannweite einer Boeing 737 und ist das größte und technisch aufwendigste derartige Fluggerät, das Israel besitzt. Es kann 36 Stunden in der Luft bleiben und eine Nutzlast von Hunderten Kilogramm befördern. Es sei vor allem für Aufklärungs- und Überwachungsflüge gedacht, könne aber auch Raketen abfeuern, so die "Jerusalem Post".
Provoziert Iran Militärschlag?
Indes herrscht Verwirrung darüber, ob der Iran einen israelischen Militärschlag provozieren will. Auslöser dieser Verwirrung sind Anstrengungen Teherans, fast seine gesamten Vorräte an niedrig angereichertem Uran von einem unterirdischen Lager an eines an der Erdoberfläche zu verlagern, wie die "New York Times" schrieb.
Dem Bericht zufolge konnten die IAEA-Inspektoren am 14. Februar beobachten, wie die Iraner mehr als 2000 Kilogramm niedrig angereicherten Urans aus einem tief unter der Erde gelegenen Lager heraufholten, um es sichtbar in einer oberirdischen Halle zu deponieren. Die Inspektoren rätseln jetzt über die Gründe.
(apa/red)

