Donnerstag, 11. März 2010

Wiens Nacht-U-Bahn fährt ab 4. September:
Züge verkehren im 15-Minuten-Intervall

  • Kosten von 5 Mio. Euro - Einsparung bei Nachtbussen
  • Stationswarte sollen Sicherheit gewährleisten

Die Wiener Nacht-U-Bahn startet am ersten Septemberwochenende - also in der Nacht auf den 4. September. Das haben Vizebürgermeisterin Renate Brauner (S) und der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, bei einer Pressekonferenz angekündigt. Die Züge werden in Intervallen von 15 Minuten unterwegs sein.

Der nächtliche Betrieb der U-Bahn am Wochenende sowie vor Feiertagen ist ein Ergebnis der Volksbefragung: Mit knapper Mehrheit haben sich die Wiener im Februar für diesen ausgesprochen.

Einsparungen bei Nachtbussen
Die zusätzlichen Kosten für den Nachtbetrieb werden - wie bereits angekündigt - rund fünf Mio. Euro pro Jahr betragen. Die Summe setzt sich laut Steinbauer wie folgt zusammen: Die Kosten für Fahrdienst, Aufsicht und Sicherheit werden auf 2,6 Mio. Euro geschätzt, der Bereich Infrastruktur schlägt mit 3,2 Mio. Euro zu Buche. Wobei hier allein die Stromkosten 1,5 Mio. Euro ausmachen.

Abgezogen werden Einsparungen beim Nachtbusnetz (minus 0,8 Mio. Euro), da dieses am Wochenende verkleinert wird. Ab September wird es somit zwei Liniennetze für die Nightlines geben. An Werktagen sind diese wie bisher unterwegs. Am Wochenende wird auf die U-Bahn Rücksicht genommen: Parallelführungen sollen vermieden werden, hieß es. Dafür wird es neue Strecken von und zu U-Bahn-Stationen geben.

Stationswarte als Sicherheitsgewährleistung
Die Wiener Linien stehen laut eigenen Angaben auch bereits in Gesprächen mit der Polizei, um die Sicherheit in den Stationen und Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Auch die Verkehrsbetriebe selbst ergreifen entsprechende Maßnahmen: Neben den "Nightlinern" in den Zügen wird es in den Haltestellen Stationswarte geben. Zum Einsatz kommen in der Nacht vor allem Garnituren, die bereits mit Videoüberwachung ausgerüstet sind, betonte Steinbauer.

(apa/red)

11.3.2010 12:45
War-Lord, 14. 03. '10 09:57
Nich voreilig urteilen!!
Also dieser Idee allein kann nicht auf der SPÖ alleine gewachsen sein. Meines Wissen zeichnet die JUNGE ÖVP dafür massiv verantwortlich. Die Aktion an und für sich finde ich nicht schlecht... von den Kosten her muss man sich das aber anschauen ob das überhaupt rentabel ist und wie das dann in der Praxis tatsächlich ausgefüht wird... fahren jetzt alle Nachtbusse wie bisher und zusätzlich auch noch die U-Bahn??
hary1965, 11. 03. '10 18:29
Einfach Häupl einfach....
Natürlich wieder eine Aktion der SPÖ, eine Partei die glaubt das Geld kommt aus dem Bankomat man braucht nur Nummern drücken, befüllt wird dieser im Himmel von Kreisky persönlich. Für wie blöd darf der Wähler gehalten werden, bevor er reagiert? Faymann und Häupl überbieten sich an Populistischen Aktionen, an einen Tag vor den Wahlen werden Gesetze (Wahlzuckerl) die viele Millarden kosten beschlossen und sinnlose Geschenke waren verpulvert und nun ist kein Geld da, keine Reformen werden gemacht, aber neue Steuern und einfach wieder sparen im Gießkannenprinzip, dass vor allem wichtige Leistungen der Bürger betrifft. Vor den Wahlen 2008 sagte Faymann zum Finanzminister, geben sie doch den Bürgern ihre Mehreinnahmen zurück, weiß er heute noch davon wenn er sagt es gibt keine Geschenke???
sidestep, 12. 03. '10 07:16
Re: Einfach Häupl einfach....
Regt euch doch nicht so künstlich auf! Ich wette mit euch, dass dieser Betrieb der U-Bahnen nach einem Probebetrieb nach den Wahlen wieder eingestellt wird (vielleicht so nach einem Jahr Probe) weil die Auslastung nicht gegeben ist (so die bereits jetzt in der Schublade befindliche Ausrede). Hauptsache die Wahl wird wieder gewonnen!
stefan0240, 11. 03. '10 13:33
!
Soweit ich weiß ist ANGEBLICH der Ticketpreis in diesem Zeitraum ein wenig teurer um die Zusatzkosten zu decken.
Was sich aber trotzdem für den Fahrgast rechnet. Ein Taxi für 10 km Distanz kostet ja immerhin rund 15 €.
Blöd ist das ganze zum Teil für die Taxler...
psimon87, 11. 03. '10 13:37
Re: !
Also laut Standard (http://derstandard.at/1267743755458/Anfang-September-startet-die-Nacht-U-Bahn) werden die Tickets nicht teurer.
psimon87, 11. 03. '10 13:39
Re: !
und den Taxlern dürfte es auch nicht so viel ausmachen ^^
http://derstandard.at/1267743485072/Auch-Taxler-freuen-sich-auf-Nacht-U-Bahn
stefan0240, 11. 03. '10 13:59
Re: !
OK. Nur ich kenne jemanden der arbeitet bei den Wiener Linien. Und da war dieses Thema auch Gesprächsstoff.
Was im Endeffekt dabei rausgekommen ist weiß ich nicht. Jedoch wäre eine Tariferhöhung um zB 50 Cent ja auch finanzierbar für den Kunden und zudem auch berechtigt. Wie die Taxikosten spart man sich und auch event. lange Busfahrten mit der Nightline.
Aber mir is das eh wurscht. Bin ja aus NÖ *g*
Woodentree, 24. 02. '10 09:44
Wahlmist
Ganz ehrlich, aber sind sie denn von allen guten Geistern verlassen? 5 Millionen Euro für verlängerte U-Bahnen, wenn es bereits ein etabliertes Nachtbus-System gibt? Wenn eben dieses aufgestockt werden würde, vllt sogar im Viertelstunden-Takt (wäre zumindest bei den frequentierten Linien wie N66 oder N64 sinnvoll), wäre den Wienern weit mehr geholfen. Denn die, die jetzt nicht mit der Nightline fahren, werden auch in Zukunft nicht mit der Nightline fahren.
Bislang habe ich wohlwollend über die Schnapsaktionen der SPÖ hinweggesehen, weil zumeist eine gute Absicht dahinter war (hin und wieder zumindest)... aber einfach etwas Neues draufhauen, anstatt das Bestehende (und funktionierende) zu verbessern, nur um die Wahl zu gewinnen? Danke, aber nein danke.
psimon87, 11. 03. '10 13:35
Re: Wahlmist
Sry aber die Stadt gibt soviel Geld für weit unnötigere Sachen aus und da regt sich auch keiner auf. Und um auf unser etabliertes Nachtbusnetz zurückzukommen, es bleibt uns ja erhalten es wird ja einfach nur adaptiert am Wochenende. Ich finde es in der Ubahn auch bei weitem bequemer als mich in einen vollen Nachtbus zu quetschen bei dem bei jeder 2. Station irgendwelche Leute den Kopf aus der Türe strecken nur weil Sie lustig sein wollen und man dann von der Oper zur Hütteldorferstrasse fast 1 1/2 Stunden unterwegs ist.
mr.sauer, 22. 02. '10 15:14
Die Mehrkosten
werden mit 100% Sicherheit nicht von der Wiener SPÖ getragen werden.
Wien_1190, 23. 02. '10 10:24
Re: Die Mehrkosten
richtig sondern von den Steuerzahlern ... sehr gut Hr Häupl, damit haben sie sich ihr Grab sogar schon zugemauert *gg*