Mittwoch, 24. Februar 2010

Lopatka fordert Ende der Privilegien für
ÖBB, ORF & Co: "Kosten uns Milliarden Euro"

  • NEWS: Finanzstaatssekretär ist gegen neue Steuern
  • Bundesbahnen sind ÖVP-Politiker ein Dorn im Auge

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe ein Interview mit Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) in dem dieser den Pensionsprivilegien bei ÖBB, ORF, Nationalbank, Sozialversicherungen und Landesbeamten den Kampf ansagt.

Lopatka schließt Steuererhöhungen in Form von Massensteuern aus. Auf zusätzliche Steuereinnahmen könne verzichtet werden, wenn gespart würde. Lopatka: "Diese Privilegien kosten uns Milliarden Euro."

Diese Sonderrechte müssten "weg und die Gleichbehandlung her".

Konkret müsse man auch "bei der Hacklerregelung zu einem Ende kommen, weil das sonst nicht mehr finanzierbar" sei. Lopatka: "SPÖ und ÖVP müssen in Bereiche eingreifen, die bisher - aus welchen Gründen auch immer - geschützt wurden. Nur dann geht etwas."

Mit neuen Steuern, etwa einer Vermögenszuwachssteuer, will sich Lopatka "nicht befassen": "Ich halte es für völlig verkehrt, sich mit neuen Steuern zu beschäftigen, bevor man sich mit der Ausgabenseite nachhaltig beschäftigt hat."

Besonders in die Kritik Lopatkas gerät die ÖBB. Das Ziel, das Pensionsantrittsalter der ÖBB-Mitarbeiter erst bis zum Jahr 2023 an das gesetzliche Antrittsalter anzupassen, sei "zu langsam". Lopatka wörtlich: "Ich weiß schon, Verspätungen mögen zwar in direktem Zusammenhang mit den ÖBB stellen. Aber bei den Pensionen muss das einfach schneller gehen."

Das ausführliche Interview mit Reinhold Lopatka lesen Sie im NEWS 08/10!

24.2.2010 14:09
mr.sauer, 25. 02. '10 15:56
Alle Privilegien
gehören abgeschafft. Nur nicht die Meinigen. Typisch österreichisch wird eine Neidgesellschaft gefördert, die den Grad der Unerträglichkeit erreicht. Sicherlich gehört bei der ÖBB vieles reformiert. Aber dass die Verträge von den oberen Herrschaften auf Punkt und Beistrich (überdimensionale Abfertigungen, trotz Misswirtschaft) eigehalten werden, und beim kleinen ÖBBler sollen Verträge auf einmal nichts mehr gelten, ist für mich nicht nachvollziehbar. (Ich bin KEIN ÖBBler). Noch ein Tipp an den Hr. Lopatka: Fangen wir doch mal mit dem Abbau von Privilegiengigantismus bei den Politikern an (Dienstauto, Geschäftsessen, Empfänge, Gehalt, Parteispenden, Dienstreisenpauschale, Nebenjobs als Aufsichtsräte etc, etc,) an. Also Hr.Lopatka: Seien Sie Vorbild, und beginnt bei euch.
Marc99, 25. 02. '10 12:01
Wenn die Eisenbahner von dem leben müßten was sie erwirtschaften
hätten sie überhaupt keinen Job bzw. Pension. Die leben ja nur von den Milliarden die der Steuerzahler zuschiessen muß. Und dass sie dabei noch wesentlich besser leben als jene die sie erhalten müssen ist wirklich die allergrößte Sauerei!!!
Dantine, 25. 02. '10 00:28
Vorrechte?
Verträge darf man nicht brechen, ohne unglaubwürdig zu werden!
Die Eisenbahner haben ein eigenes Dienstrecht und das schon seit Jahrhunderten! Sie zahlen auch wesentlich mehr Abgabe in ihre eigene Pensionsversicherung ein!
Daher darf man nicht von Vorrechten sprechen, sondern von Vertragserfüllung!
Und das muß auch der Staat akzeptieren!
Man hat ihnen schon widerrechtlich viel zu viel weggenommen!
voice_88, 25. 02. '10 11:45
Re: Vorrechte?
Lass mich mal raten! Du oder ein Mensch der dir nahe steht ist Eisenbahner oder?? Und dass Eisenbahner wesentlich mehr abgabe bezahlen stimmt auch nicht. Jedenfalls nicht so viel mehr um 10-15 Jahre früher in Pension gehen zu können. Und der Rest wird dann vom Steuerzahler bezahlt. Die Privilegien gehören mit sofortiger Wirkung abgeschafft! Gleiches Recht für alle!