Personalkahlschlag bei der AUA-Luftfracht:
Jeder vierte Mitarbeiter muss im Juli gehen
- "Austria Cargo"-Belegschaft um 25 Prozent reduzuert
- Zusammenlegung mit "Lufthansa Cargo" als Ursache

·Personalkahlschlag
bei der AUA-Luftfracht
Jeder vierte Mitarbeiter
muss am 1. Juli gehen
·Selbstständigkeit
schafft Arbeitsplätze
Über 66.000 neue Jobs
dank Neugründungen
Zu Wochenbeginn hat ein Viertel der AUA-Techniker erfahren, dass sie den Job verlieren. In Summe müssen 210 Leute der AUA-Technik gehen. Jetzt die Hiobsbotschaft für die Mitarbeiter in der AUA-Luftfracht: Mit 1. Juli reduziert "Austrian Cargo" die Zahl der Mitarbeiter um 25 Prozent, das sind 50 von derzeit 200, sagte ein AUA-Sprecher.
Der Grund ist, dass die Austrian Cargo mit der gut 20-mal größeren Lufthansa Cargo zusammengelegt wird. In der AUA ist von einer "Bündelung" der Cargo-Aktivitäten die Rede, von einer Zusammenlegung von Vertrieb in Handling unter "gemeinschaftlicher Leitung". Dem Vernehmen nach wird eine neue Cargo-Gesellschaft für Österreich gegründet, an der die Lufthansa 75 und die AUA 25 Prozent halten wird. Damit AUA will damit Kosten senken. In der Lufthansa-Cargo sind heute weltweit rund 4.600 Menschen beschäftigt. Umsatz: 2,9 Mrd. Euro im Jahr 2008. Für 2009 liegen noch keine offiziellen Zahlen vor.
Die Austrian-Cargo setzte 2008 rund 140 Mio. Euro um. Die Cargo-Neustrukturierung war, wie von der APA berichtet, Thema im Aufsichtsrat am Montag. Einem deutschen Branchendienst zufolge sind ab Mitte des Jahres die eigenständigen AUA-Luftfrachtbriefe Geschichte, dann soll laut "DVZ-Brief" auch für AUA-Sendungen das Kürzel 020 gelten, die Luftfrachtbriefnummer der Lufthansa Cargo.
(apa/red)
